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01.12.2014 | Tumoren der Haut | Leitthema | Ausgabe 12/2014

Der Hautarzt 12/2014

Tumoren der Kopfhaut

Besondere Aspekte ausgewählter Beispiele

Zeitschrift:
Der Hautarzt > Ausgabe 12/2014
Autor:
PD Dr. C. Rose

Zusammenfassung

Hintergrund

Tumore der Kopfhaut zeigen einige klinische, histologische und prognostische Besonderheiten. Durch die dichte Behaarung ist eine Früherkennung erschwert, wodurch es zur verspäteten Diagnosestellung kommen kann.

Material und Methode

Es werden das atypische Fibroxanthom, das kutane Angiosarkom, das maligne Melanom der Kopfhaut, einige Adnextumoren einschließlich des proliferierenden trichilemmalen Tumors sowie Hautmetastasen viszeraler Tumore unter Berücksichtigung aktueller Literatur besprochen.

Ergebnisse

Da beginnende Tumore der behaarten Kopfhaut klinisch häufig nicht auffallen, werden sie oft erst in einem späten Stadium diagnostiziert. Angiosarkome gehören zu den aggressivsten Hauttumoren und zeigen ein schnelles Wachstum und eine schlechte Prognose. Auch das maligne Melanom am Capillitium weist im Vergleich zu anderen Lokalisationen eine ernstere Prognose auf. Hautmetastasen sind meist Ausdruck eines fortgeschrittenen Tumorleidens mit oft infauster Prognose. Die vielen verschiedenen Hautadnextumore sind meist gutartig. Schnelles Wachstum und Ulzeration können Hinweise auf den seltenen Fall eines Adnexkarzinoms sein. An der Kopfhaut sind Tumore, die Schweißdrüsen imitieren, viel häufiger als Tumore mit follikulärer Differenzierung. Dies widerlegt die allgemeine Annahme, dass Adnextumore von ortsständigen Adnexen ihren Ausgang nehmen.

Schlussfolgerung

Veränderungen der Kopfhaut mit unklarer Dignität sollten frühzeitig biopsiert bzw. exzidiert werden. Das Ergebnis der histologischen Untersuchung bestimmt die weitere Therapie.

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