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Transition bei komplexen endokrinologischen und diabetologischen Erkrankungen

Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Notwendigkeit einer gut vorbereiteten und nachhaltigen Transition ist gerade bei komplexen Erkrankungen evident. Für die Endokrinologie betrifft dies v. a. den Transfer bei hypothalamisch-hypophysären Funktionsausfällen, Erkrankungen der Nebenniere und Schilddrüse sowie des Glucosestoffwechsels, aber auch bei genetisch bedingten syndromalen Erkrankungen mit assoziierten Endokrinopathien, hereditären Knochenstoffwechselstörungen oder Tumorprädispositionssyndromen. Hier besteht lebenslang ein hoher Bedarf an spezialisierter, multidisziplinärer Betreuung. Dabei stehen sowohl alters- und geschlechtsspezifisch als auch individuell im Verlauf unterschiedliche Aspekte der jeweiligen Erkrankung im Vordergrund. Ebenso verändern sich mit der Zeit des Heranwachsens therapeutische Ziele. Es hat sich gezeigt, dass eine gemeinsame Begleitung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch Pädiater und Internisten über den gesamten, individuell anzupassenden Transitionsprozess hinweg, positive Auswirkungen auf die Etablierung einer auch langfristig adäquaten medizinischen Versorgungssituation der Patienten hat. Dies ist Voraussetzung für eine Reduktion sowohl von Morbidität und Mortalität als auch der Verbesserung der Lebensqualität. Der Bedarf an spezialisierten Transitionsambulanzen im Bereich der Hormon- und Stoffwechselerkrankungen ist sehr groß und erfordert eine enge Zusammenarbeit zwischen pädiatrischem und internistischem Team. Dies kann dauerhaft und flächendeckend nur gelingen, wenn ausreichende personelle und strukturelle Unterstützung gegeben ist, um die überwiegend erforderliche Multidisziplinarität und Interprofessionalität in der optimalen Behandlung und Führung der Patienten mit chronischen und meist seltenen, komplexen Krankheitsbildern umzusetzen.
Titel
Transition bei komplexen endokrinologischen und diabetologischen Erkrankungen
Verfasst von
Dr. med. Cordula Kiewert
Dagmar Führer
PD Dr. med. Nicole Unger
Publikationsdatum
21.05.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Innere Medizin / Ausgabe 6/2025
Print ISSN: 2731-7080
Elektronische ISSN: 2731-7099
DOI
https://doi.org/10.1007/s00108-025-01927-z
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