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10.07.2018 | Übersichten | Ausgabe 4/2018

coloproctology 4/2018

Überbrückende Antikoagulation bei Patienten unter Vitamin-K-Antagonisten

Eine Bestandsaufnahme

Zeitschrift:
coloproctology > Ausgabe 4/2018
Autoren:
Prof. Dr. S. M. Schellong, H. Riess, M. Spannagl, H. Omran, M. Schwarzbach, F. Langer, W. Gogarten, P. Bramlage, R. M. Bauersachs
Wichtige Hinweise
Der vorliegende Beitrag erscheint aufgrund seiner Interdisziplinarität zeitgleich in mehreren Zeitschriften.

Zusammenfassung

Unter einer oralen Antikoagulation mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA) müssen sich etwa 30 % der Patienten innerhalb von 2 Jahren einem chirurgischen Eingriff unterziehen. Dabei stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit und Art einer periinterventionellen Überbrückungstherapie mit Heparin. Während früher fast regelhaft von der Notwendigkeit dieses sogenannten Bridgings ausgegangen wurde, wird heute auf der Grundlage neuer Studienergebnisse eher diskutiert, wer überhaupt noch ein Bridging benötigt. Die Sichtung und wissenschaftliche Einordnung der aktuell verfügbaren Empfehlungen und Studienergebnisse lassen die Schlussfolgerung zu, dass die Indikation zum Bridging mit Heparin heute eng gefasst werden muss, unter genauer Berücksichtigung und patientenindividueller Abwägung des Blutungs- und Thromboembolierisikos. Ein Bridging mit Heparin bleibt vor allem Patienten mit sehr hohem Risiko vorbehalten. Diese Übersicht möchte daher Orientierung für ein risikoadaptiertes periinterventionelles Vorgehen beim Management von Patienten bieten, die einer dauerhaften Antikoagulation mit VKA bedürfen.

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