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01.09.2012 | Übersichten | Ausgabe 9/2012

Der Urologe 9/2012

Übergewicht und Prostatakarzinom

Rolle der Adipozytokine und klinische Implikationen

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 9/2012
Autoren:
PD Dr. M.R. Hoda, N. Mohammed, G. Theil, K. Fischer, P. Fornara

Zusammenfassung

Die Adipositas wird als ein möglicher Risikofaktor für viele Tumore diskutiert. Die vorliegende Übersicht befasst sich mit den aktuellen Erkenntnissen über den klinischen und biologischen Einfluss der Adipositas auf die Entstehung und Progression des Prostatakarzinoms, der Rolle der Fettgewebehormone (Adipozytokine) in diesem Szenario und den daraus möglicherweise ableitbaren klinischen Implikationen. Überdies werden die Ergebnisse eigener experimenteller und klinischer Untersuchungen über die Beteiligung von Adipozytokinen (Leptin, Adiponektin) in der Pathophysiologie des Prostatakarzinoms dargestellt. Dabei zeigte sich, dass Patienten, die an einem Prostatakarzinom erkranken, höhere Serumleptin- und niedrigere Adiponektinkonzentrationen hatten. Eigene und andere Studien zeigten ferner, dass höhere Serumspiegel des Leptins mit größeren Tumoren, High-grade-Klassifikationen, biochemischem Rezidiv, Metastasierung und Progression der metastasierten Tumoren sowie gesteigerter Mortalität einhergehen. Überdies korrelierte die Höhe des Plasmaleptins direkt mit dem PSA-Spiegel. Leptin stimulierte in vitro die Proliferation und hemmte die Apoptose der Prostatakarzinomzellen dosis- und zeitabhängig, wobei Androgen-resistente Zellen stärker reagierten.
Auf molekularer Ebene benötigten die Adipozytokine das Netzwerk der Tyrosinkinasen um ihre mitogenen und antiapoptotischen Effekte in Prostatakarzinomzellen zu bewerkstelligen. Prominente Mitglieder der wichtigsten Signaltransduktionskaskaden wie beispielsweise MAPK, PI3-K und JAK/STAT werden nach Bindung von Leptin an seinem Rezeptor an der Zellmembran der Prostatakarzinomzellen aktiviert. Adipozytokine wie Leptin können als zusätzliche Prognoseparameter zur Evaluierung bestimmter Therapien beim metastasierten hormonrefraktären Prostatakarzinom dienen. Die hier dargestellten Befunde sind als Grundlage für weiterführende Untersuchungen zu verstehen.

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