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21.06.2017 | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Arthroskopie 3/2017

Überlastung der Supraspinatussehne beim Überkopfsportler

Wann ist eine Operation sinnvoll?

Zeitschrift:
Arthroskopie > Ausgabe 3/2017
Autoren:
Dr. med. univ. L. Willinger, PD Dr. med. K. Beitzel

Zusammenfassung

Überkopfsportler haben ein erhöhtes Risiko für Läsionen an der Rotatorenmanschette (RM). Durch die hohen Belastungen der Schulterstrukturen kommt es zu frühen anatomischen und biomechanischen Veränderungen des Schultergelenks (Sportlerschulter). Die repetitiven Belastungen führen zur Kontraktur der posterioren Strukturen bei gleichzeitiger Aufdehnung der anterioren Kapsel. In der Folge entsteht ein glenohumerales Innenrotationsdefizit (GIRD), und es kommt zu einem internen Impingement des Supraspinatus am posterosuperioren Glenoid und einer Ablösung des Bizepssehnenankers. Partialläsionen der Supraspinatussehne treten etwa bei 40–50 % aller Überkopfsportler schon im frühen Alter auf. Diese können asymptomatisch bleiben oder zu schmerzhaften Einschränkungen im Alltag und der Sportausübung führen. Die konservative Therapie spielt eine Schlüsselrolle in der Behandlung der Sportlerschulter. Die Wiederherstellung der Rotationsfähigkeit sowie des skapulothorakalen Rhythmus steht hier im Vordergrund. Bei frustranen Verläufen kann eine arthroskopische Therapie erforderlich werden. Hierbei stehen je nach Ausdehnung, Ätiologie und Risskonfiguration 3 Techniken zur Wahl: Débridement, Sehne-zu-Sehnen-Naht und Refixation an die knöcherne Insertion. Die Ergebnisse für einen operativen Eingriff sind widersprüchlich. Insgesamt zeigt sich ein Return to sports (RTS) von etwa 80 %, von denen 60–65 % der Patienten postoperativ Sport auf präoperativem Leistungsniveau ausüben können. Profisportler weisen eine deutlich geringere RTS auf (ca. 50 %). Es besteht nur ein geringer Unterschied zwischen den Patienten nach Débridement und arthroskopischem Repair (53,7 % vs. 47,5 %). Eine aktive Sportteilnahme ist nach operativer RM-Versorgung im Mittel erst nach 8,3 Monaten postoperativ möglich.

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