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Überreden für die gute Sache? Techniken öffentlicher Gesundheitskommunikation und ihre ethischen Implikationen

  • 12.11.2018
  • Originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Der Beitrag analysiert Techniken öffentlicher Gesundheitskommunikation und skizziert im Ausblick Minimalbedingungen für ihre ethische Vertretbarkeit. Dazu wird erstens an einem aktuellen Beispiel veranschaulicht, wie mittels Text und Bild die Öffentlichkeit überzeugt werden soll, ein bestimmtes Gesundheitsverhalten an den Tag zu legen. Zweitens werden anhand der internationalen Ethik-Debatte fünf Grundtypen von Techniken in der Gesundheitskommunikation (Information, Argumentation, Persuasion, Manipulation und Zwang) rekonstruiert und entlang von Mittel, Zweck, Folgen für Adressaten sowie Implikationen für Autonomie aus ethischer Sicht unterschieden. Am besonders ambivalenten Beispiel der Persuasion wird dann drittens diskutiert, welche ethischen Fallstricke es bei Gesundheitskommunikation zu bedenken gibt. Schließlich zeigen wir argumentativ auf, dass es in sensiblen bioethischen Themenfeldern wichtig ist, zwischen verschiedenen Techniken der Gesundheitskommunikation analytisch zu differenzieren. Ziel sollte die Ermöglichung einer fairen und transparenten Diskussion für breite Bevölkerungsgruppen sein.
Titel
Überreden für die gute Sache? Techniken öffentlicher Gesundheitskommunikation und ihre ethischen Implikationen
Verfasst von
Manuel Schaper, M.A.
Dr. Solveig Lena Hansen
Prof. Dr. Silke Schicktanz
Publikationsdatum
12.11.2018
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Ethik in der Medizin / Ausgabe 1/2019
Print ISSN: 0935-7335
Elektronische ISSN: 1437-1618
DOI
https://doi.org/10.1007/s00481-018-0507-7
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