Zum Inhalt

Die operative Behandlung des Ulna-Impaction-Syndroms

Ulnaverkürzungsosteotomie mit einer winkelstabilen, Low-profile-Platte über einen ulnopalmaren Zugang

Erschienen in:

Zusammenfassung

Operationsziel

Verkürzung der Ulna zur Druckentlastung des ulnokarpalen Handgelenkkompartiments.

Indikationen

Anlagebedingtes und posttraumatisches Ulna-Impaction-Syndrom.

Kontraindikationen

Arthrose oder Deformierung des distalen Radioulnargelenks.

Operationstechnik

Osteotomie mit Resektion einer definierten Knochenscheibe, rotationsgesicherte Verkürzungsosteotomie im distalen Drittel der Ulna im Winkel von 45° oder 90° durch Anlage der Hilfsvorrichtung mit Osteotomielehre, Osteosynthese mit winkelstabiler Platte unter Zuhilfenahme der Hilfsvorrichtung mit Kompressionsspindel.

Nachbehandlung

Anlegen einer Oberarmgipsschiene oder wenn möglich einer Oberarmorthese zur Ausschaltung von Pro- und Supination für 3 Wochen, Belastungsaufbau nach knöcherner Konsolidierung.

Ergebnisse

Im Zeitraum Juni 2016 bis März 2018 wurde bei 17 Patienten eine Ulnaverkürzung mit einem neuen winkelstabilen Plattensystem durchgeführt. Es konnten 15 Patienten mit kompletten Daten nachuntersucht werden. Postoperativ wurde eine signifikante Reduktion der Schmerzsymptomatik (VAS, visuelle Analogskala, 0–10) um 65 % (7 prä- und 2,5 postoperativ; p < 0,05) sowie eine signifikante Verbesserung des DASH-Score (0–100, „Disabilities of Arm, Shoulder and Hand“) um 49 % (47 prä- und 24 postoperativ; p < 0,05) beobachtet. Bei allen Patienten kam es zu einer vollständigen knöchernen Heilung nach durchschnittlich 4 Monaten. Die Patientenzufriedenheit war hoch.
Titel
Die operative Behandlung des Ulna-Impaction-Syndroms
Ulnaverkürzungsosteotomie mit einer winkelstabilen, Low-profile-Platte über einen ulnopalmaren Zugang
Verfasst von
Dr. A. Terzis
F. Neubrech
J. Sebald
M. Sauerbier
Publikationsdatum
06.06.2019
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Operative Orthopädie und Traumatologie / Ausgabe 6/2019
Print ISSN: 0934-6694
Elektronische ISSN: 1439-0981
DOI
https://doi.org/10.1007/s00064-019-0613-9
Dieser Inhalt ist nur sichtbar, wenn du eingeloggt bist und die entsprechende Berechtigung hast.

Neu im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie

Dislozierte Radiusfraktur bei Kindern: Konservative Therapie im Aufwind!

Selbst stark dislozierte distale Radiusfrakturen heilen bei Kindern im Gipsverband offenbar ähnlich gut wie nach operativer Versorgung. Das legt eine randomisierte Studie aus Großbritannien nahe. Vorteile der konservativen Behandlung: weniger Komplikationen und deutlich geringere Kosten.

ASS als Option zur Thromboseprophylaxe nach Gelenkersatz

Zur medikamentösen Thromboseprophylaxe nach Gelenkersatz kann in bestimmten Fällen die Einnahme von Azetylsalizylsäure (ASS) als kostengünstige Alternative zu Heparinspritzen oder DOAK (direkten oralen Antikoagulanzien) erwogen werden. Dazu müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.

Warnsignal Schulterschmerz: neue Empfehlungen zur Polymyalgia rheumatica

Die Differenzialdiagnose bei Schulterschmerzen reicht von traumatischen und degenerativen Schäden über neurologische Störungen bis zu Gelenkrheuma und Polymyalgia rheumatica. Ist die Diagnose Letzterer rheumatologisch gesichert, können hausärztlich Tätige getrost den Staffelstab übernehmen.

Hemiarthroplastik und TEP beim Hüftgelenkersatz gleichauf

Welches Verfahren zum Hüftgelenkersatz eignet sich am besten zur Versorgung dislozierter Schenkelhalsfrakturen von Betroffenen im Alter von 80 Jahren oder höher? Ein schwedisches Orthopädieteam hat nach einer Antwort gesucht.

Update Orthopädie und Unfallchirurgie

Bestellen Sie unseren Fach-Newsletter und bleiben Sie gut informiert.

Bildnachweise
Kind mit Gipsarm/© nycshooter / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Patientin im Klinikbett spricht mit Arzt/© © sturti / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodellen), Frau hebt sich die Schulter beim Arzt/© peopleimages.com / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)