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04.05.2018 | Ultraschall | Leitthema | Ausgabe 6/2018

Der Radiologe 6/2018

Kontrastverstärkte Sonographie in der Lymphknotendiagnostik

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 6/2018
Autor:
Dr. H.‑P. Weskott

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Zu den täglichen Aufgaben der sonographischen Diagnostik gehören Detektion und Charakterisierung peripherer und abdomineller Lymphknoten.

Radiologische Standardverfahren

Neben den B‑Mode-Verfahren hat die farbkodierte Dopplersonographie (FKDS) einen festen Stellenwert in der Diagnostik von Lymphknoten (LK).

Methodische Innovationen

Die kontrastverstärkte Sonographie (CEUS) ist in der Gefäß- und Organdiagnostik ein Standardverfahren geworden. Die Gewebeperfusion kann in Echtzeit visuell wie auch retrospektiv mittels zeitabhängiger Intensitätsanalyse erfasst werden. Die Kontrastmitteldosierung richtet sich v. a. nach der Lokalisation der Lymphknoten und des Schallkopftyps sowie der -frequenz. Gefäß- und Tumorzelldichte, intranodaler Druck durch erhöhte Gefäßpermeabilität sowie Erhalt oder Destruktion der Kapsel müssen bei der Interpretation der Befunde bedacht werden.

Leistungsfähigkeit

Die Indikation zur CEUS ergibt sich aus dem B‑Mode- und FKDS-Befund und spielt v. a. beim Vitalitätsnachweis vor und nach Therapie eine wichtige Rolle. Ungleichmäßig oder scheinbar nichtperfundierte Areale ermöglichen eine gezielte Punktion von vitalem Tumorgewebe.

Bewertung

Insbesondere bei abdominellen Lymphknoten weist die CEUS eine hohe diagnostische Zuverlässigkeit auf. Differenzialdiagnostisch können entzündliche und durch Lymphominfiltration veränderte Lymphknoten nicht immer voneinander differenziert werden.

Empfehlung für die Praxis

CEUS hilft durch Darstellung der Mikro- und Makrovaskularisation, Lymphkoten in ihrer Dignität besser einzuschätzen. Nach frustraner Punktion können vitale Bezirke gezielt biopsiert werden. Die CEUS ist v. a. bei der Einschätzung des Therapieerfolgs von großem Wert.

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