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03.10.2017 | Unterschenkelfraktur | CME-Kurs | Kurs

Offene Reposition und interne Fixation lateraler Tibiaplateaufrakturen mit freien subchondralen 2,7-mm-Schrauben

Zeitschrift:
Operative Orthopädie und Traumatologie | Ausgabe 5/2017
Autoren:
M. Reul, F. Johnscher, S. Nijs, Prof. MD. FEBS. H. Hoekstra
Für:
Ärzte
Zertifiziert bis:
04.10.2018
CME-Punkte:
3
Zertifizierende Institution:
Ärztekammer Nordrhein
Anzahl Versuche:
2
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Zusammenfassung

Operationsziel. Exakte Wiederherstellung der imprimierten Gelenkfläche und stabile subchondrale Fixation des lateralen Tibiaplateaus (ORIF, „open reduction and internal fixation“).
Indikationen. Tibiaplateaufrakturen des lateralen Pfeilers mit Impression der Gelenkfläche.
Kontraindikationen. Kritische Weichteilverhältnisse. Hochgradige Osteoporose.
Operationstechnik. Rückenlagerung, klassischer anterolateraler Zugang, laterale Arthrotomie, Anheben des Meniskus nach kranial, Darstellung der Gelenkfläche, Osteotomie der lateralen Tibiakondyle. Rekonstruktion der Gelenkfläche und temporäre Fixation mit Kirschner-Drähten. Subchondrales Einbringen von einer oder mehreren freien 2,7-mm-Verriegelungsschrauben zur permanenten stabilen Fixation der Gelenkfläche. Eventuell Auffüllen eines metaphysären Knochendefekts mit auto- oder allogenem Knochenmaterial. Refixation der lateralen Tibiakondyle, abstützende Plattenosteosynthese mit einer winkelstabilen („variable angle“) 3,5-mm-LCP („locking compression plate“); schichtweiser Wundverschluss.
Weiterbehandlung. Keine eingeschränkter Bewegungsumfang; bei Kollateralbandinstabilität stabilisierende Varus-Valgus-Knieschiene; 8 Wochen 10- bis 15-kg-Teilbelastung, Computertomographie (CT) nach 3 Monaten.
Ergebnisse. Seit Februar 2014 wurden 23 laterale Tibiaplateaufrakturen mit beschriebener Methode behandelt; 4 Patienten erschienen nicht zur 3-Monats-Kontrolle, bei 2 lag die Operation weniger als 3 Monate zurück. Nach durchschnittlich 167 Tagen waren 11 Patienten subjektiv beschwerdefrei. Bei 10 Patienten bestand ein vollständiges Bewegungsausmaß, bei 3 ein Flexionsdefizit von 30° oder mehr. Eine mediale Instabilität hatten 2 Patienten. Postoperativ eine oberflächliche Infektion. Insgesamt zeigten 10/17 Patienten im postoperativen CT ein gutes Repositionsergebnis ohne signifikante (<2 mm) intraartikuläre Stufenbildung und mit wiederhergestelltem Alignement.

Lernziele

Nach der Lektüre dieses Beitrags …

  • kennen Sie die Drei-Pfeiler-Klassifikation der Tibiaplateaufrakturen und können diese anwenden.
  • wissen Sie, bei welchen Indikationen eine offene Reposition und Osteosynthese mit freien subchondral eingebrachten Schrauben sinnvoll ist.
  • kennen Sie alle notwendigen präoperativen Vorbereitungen und wissen, welches Material Sie zur operativen Versorgung benötigen.
  • kennen Sie die einzelnen Operationsschritte, um eine Osteosynthese von lateralen Tibiaplateaufrakturen mit Impression der Gelenkfläche erfolgreich mit freien subchondralen 2,7-mm-Verriegelungsschrauben durchzuführen.
  • wissen Sie, welche spezifischen Komplikationen auftreten können und wie Sie darauf reagieren.

Zertifizierungsinformationen

Diese Fortbildungseinheit ist zertifiziert von der Ärztekammer Nordrhein gemäß Kategorie D und damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Es werden 3 Punkte vergeben. Gemäß Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die auf CME.SpringerMedizin.de erworbenen Fortbildungspunkte von der Österreichischen Ärztekammer 1:1 als fachspezifische Fortbildung angerechnet (§26(3) DFP Richtlinie).

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