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01.08.2014 | Originalien | Ausgabe 4/2014

Rechtsmedizin 4/2014

Untersuchungsstelle für Gewaltopfer am Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald

Bilanz der ersten 3 Jahre

Zeitschrift:
Rechtsmedizin > Ausgabe 4/2014
Autoren:
N. Stanislawski, K.-P. Philipp, B. Bockholdt

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei durch häusliche und allgemein durch fremde Gewalt verursachten Verletzungen ist die zeitnahe und exakte (gerichtsverwertbare) Befunddokumentation dringend geboten.

Ziel der Arbeit

Aus diesem Grund wurde 2010 eine Untersuchungsstelle, eine sog. Gewaltopferambulanz, am Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald etabliert. Damit wird verletzten Personen nach Gewalteinwirkung die Möglichkeit einer freiwilligen gerichtsverwertbaren Befunddokumentation gegeben.

Material und Methoden

Es wurde eine retrospektive Datenanalyse des ersten Dreijahreszeitraums der Gewaltopferambulanz durchgeführt. Für den Zeitraum 2011–2013 wurde untersucht, inwieweit das Angebot einer solchen freiwilligen rechtsmedizinischen Befundsicherung grundsätzlich angenommen wurde und wie sich die Untersuchungszahlen entwickelt haben. Darüber hinaus wurde eine differenzierte Betrachtung des untersuchten Kollektivs hinsichtlich des Geschlechts und der Altersverteilung sowie der Zuweisungswege vorgenommen. Da Mecklenburg-Vorpommern und damit das Versorgungsgebiet des Instituts ein Flächenland ist, wurde auch untersucht, inwieweit externe Einrichtungen das Angebot angenommen haben. Die Daten wurden aus den Untersuchungsbogen gewonnen, anonymisiert und mithilfe der Software Microsoft Excel 2010 ausgewertet.

Ergebnisse

Die Auswertung erbrachte eine jährliche Zunahme der Untersuchungszahlen. Insgesamt wurden 209 Personen untersucht. Dabei überwog das männliche Geschlecht. Die meisten Probanden (54 %) erfuhren über die Klinik von diesem Angebot, 25 % erfuhren über externe Einrichtungen davon. In der Klinik erfolgten 59 % der Untersuchungen. Dabei führten die Kliniken der Greifswalder Universitätsmedizin.

Schlussfolgerung

Zukünftig soll das Angebot verstärkt flächendeckend bekannt gemacht werden, um auch in institutsferneren Regionen Betroffene zu erreichen. Daraus resultiert ein verstärkter Einsatz der Rechtsmedizin im ambulanten Bereich.

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