Skip to main content
main-content

15.10.2021 | Leitthema | Ausgabe 12/2021

Der Unfallchirurg 12/2021

Unterwasserdrohnen in der Wasserrettung

Zeitschrift:
Der Unfallchirurg > Ausgabe 12/2021
Autoren:
Dr. Ing. Thorsten Lück, Volker Kvasnicka, Dr. med. Anabell Lück
Wichtige Hinweise

Redaktion

Peter Biberthaler, München
QR-Code scannen & Beitrag online lesen

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Suche von vermissten Personen ist regelhaft mit hohem personellem Aufwand verbunden. Bei Verdacht auf Ertrinken müssen ggf. große Wasserflächen systematisch abgesucht werden. Ab Tiefen von 3 bis 5 m geht dies derzeit nur unter hohem personellem Aufwand mit Einsatztauchern. Deren Einsatzzeit ist durch die Aufsättigung von Blut und Geweben mit Stickstoff aufgrund des erhöhten Umgebungsdruckes zeitlich begrenzt und birgt zudem erhöhte Gefahren für die Einsatzkräfte.

Fragestellung

Entwicklungen hinsichtlich Miniaturisierung von Sensorik, Performance eingebetteter Prozessortechnik und Akkutechnologien erlauben heute den Einsatz von Flug- und Unterwasserdrohnen bei mäßiger finanzieller Investition und ermöglichen ihren querschnittlichen Einsatz im Rettungsdienst.

Material und Methoden

Im Rahmen einer Förderung des Bundesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) hat der Landesverband Bayern der DLRG 3 unterschiedliche Unterwasserdrohnen („remotely operated underwater vehicles“, ROUV) in verschiedenen Preissegmenten sowie 2 unterschiedliche Systeme zur Unterwasserpositionsbestimmung beschafft. Nach Erstellung eines Einsatzkonzeptes zur Sicherstellung der Vergleichbarkeit der Ergebnisse werden die Einheiten Ortsverbänden der DLRG in Bayern zur Erprobung in ihren Gewässern zur Verfügung gestellt.

Ergebnisse

Erste Erprobungen wurden im Vorfeld zur Planung des Pilotprojektes durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass eine gewisse Mindestleistung der Antriebe erforderlich ist, um sowohl die zusätzliche Positionierungseinheit tragen zu können als auch im Gewässer gut steuerbar zu sein. Kleinstdrohnen im unteren „Consumer“-Segment fallen daher für die Verwendung aus. Im Gegenzug dazu sind zu große Einheiten schwer zu handhaben und bedürfen einer längeren Einsatzvorbereitungszeit. Drohnen im mittleren Segment mit stromlinienförmigem Aufbau haben sich bisher als optimal erwiesen. Der Einsatz ohne Möglichkeit der Positionsbestimmung ist nicht zielführend.

Schlussfolgerung

Zusammen mit der Möglichkeit der genauen Positionsbestimmung stellt die Unterwasserdrohne eine sinnvolle Ergänzung der Tauchtrupps in der Wasserrettung und im Katastrophenschutz dar. Die schnelle Einsatzbereitschaft ermöglicht ein Abklären des Einsatzgebietes vor dem Beginn des Taucheinsatzes und kann diesen sinnvoll unterstützen.

Bitte loggen Sie sich ein, um Zugang zu diesem Inhalt zu erhalten

★ PREMIUM-INHALT
e.Med Interdisziplinär

Für Ihren Erfolg in Klinik und Praxis - Die beste Hilfe in Ihrem Arbeitsalltag als Mediziner*in

Mit e.Med Interdisziplinär erhalten Sie Zugang zu allen CME-Fortbildungen und Fachzeitschriften auf SpringerMedizin.de.

Jetzt e.Med zum Sonderpreis bestellen!

Weitere Produktempfehlungen anzeigen
Literatur
Über diesen Artikel

Weitere Artikel der Ausgabe 12/2021

Der Unfallchirurg 12/2021 Zur Ausgabe
  1. Ich möchte die nächsten 3 Hefte kostenlos testen.

    Wenn mir die Zeitschrift gefällt, beziehe ich nach Erhalt der Probeausgaben Der Unfallchirurg 12 x pro Jahr für insgesamt 435,00 € im Inland (Abonnementpreis 399,00 € plus Versandkosten 36,00 €) bzw. 474,00 € im Ausland (Abonnementpreis 399,00 € plus Versandkosten 75,00 €).
    Dies entspricht einem Gesamtmonatspreis von 36,25 € im Inland bzw. 39,50 € im Ausland.

    Sollte ich von dieser Zeitschrift nicht überzeugt sein, informiere ich den Leserservice bis spätestens 14 Tage nach Erhalt des 3. Probeheftes.

    Alle genannten Preise verstehen sich inklusive dt. gesetzl. MwSt. In EU-Ländern gilt die jeweilige gesetzliche Mehrwertsteuer. Dadurch kann es ggf. zu Preisabweichungen bei Bestellungen aus dem Ausland kommen.

    Die Abrechnung erfolgt einmal jährlich zu Beginn des Bezugszeitraumes per Rechnung.

    Die Mindestlaufzeit dieses Abonnements beträgt ein Jahr. Das Abonnement verlängert sich automatisch jährlich um jeweils ein weiteres Jahr, wenn es nicht bis spätestens 30 Tage vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die Kündigung muss in Textform an den Leserservice erfolgen. Es gilt das gesetzliche Mängelhaftungsrecht.
     

    Leserservice
    Springer Nature Customer Service Center
    Tiergartenstr. 15
    69121 Heidelberg
    Tel. 06221 345-0/Fax: 06221 345-4229
    E-Mail: leserservice@springernature.com

  2. Sie können e.Med Orthopädie & Unfallchirurgie 14 Tage kostenlos testen (keine Print-Zeitschrift enthalten). Der Test läuft automatisch und formlos aus. Es kann nur einmal getestet werden.

Arthropedia

Arthropedia

Grundlagenwissen der Arthroskopie und Gelenkchirurgie. Erweitert durch Fallbeispiele, DICOM-Daten, Videos und Abbildungen. » Jetzt entdecken

Neu im Fachgebiet Orthopädie und Unfallchirurgie

Mail Icon II Newsletter

Bestellen Sie unseren kostenlosen Newsletter Update Orthopädie und Unfallchirurgie und bleiben Sie gut informiert – ganz bequem per eMail.

Bildnachweise