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08.04.2019 | Psoriasis

Unzureichender Tetanusimpfschutz bei Psoriasis und systemischer Immunsuppression

Ergebnisse einer retrospektiven Untersuchung an 101 Patienten

Zeitschrift:
hautnah
Autoren:
W. Sondermann, L. Leister, N. Rompoti, J. Dissemond, J. Klode, PD. Dr. A. Körber
Wichtige Hinweise
Erstveröffentlichung in Der Hautarzt (2018) 69:922. https://​doi.​org/​10.​1007/​s00105-018-4200-z

Zusammenfassung

Hintergrund

Psoriasis gehört mit einer Prävalenz von ca. 3 % weltweit zu den häufigsten entzündlichen Dermatosen. Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis werden leitliniengemäß mit immunmodulatorischen bzw. -suppressiven Substanzen behandelt. Aktuelle Leitlinien weisen darauf hin, dass auf den Impfstatus immunsupprimierter Patienten geachtet werden sollte.

Ziel der Arbeit (Fragestellung)

Das Ziel unserer Untersuchung war es, den Tetanusimpfstatus von systemisch therapierten Patienten mit moderater bis schwerer Psoriasis in Deutschland serologisch zu objektivieren.

Material und Methoden

Im Rahmen der vorliegenden retrospektiven Studie wurden die Konzentrationen von Immunglobulin(Ig)G-Antikörpern gegen Clostridium tetani bei 101 Psoriasispatienten mit überwiegend systemischer Immunsuppression bestimmt.

Ergebnisse

Bei insgesamt 27,7 % der Patienten (11 Männer, 17 Frauen) wurden unzureichende IgG-Antikörper-Konzentrationen nachgewiesen, was einem fehlendem Impfschutz bezüglich einer Infektion mit C. tetani entspricht. Subgruppenanalysen zeigten bei 50 % der Patienten im Alter ≥65 Jahre einen insuffizienten Tetanusschutz.

Schlussfolgerung

Die Daten stehen im Einklang mit den Impfschutzraten in der deutschen Gesamtbevölkerung. Die Ergebnisse unterstreichen, dass Psoriasispatienten auf ihren Tetanusschutz hin untersucht werden sollten und die erforderlichen Impfungen, wenn nötig, insbesondere bei Patienten mit systemischen immunmodulierenden bzw. -supprimierenden Therapien, aufgefrischt werden müssen.

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