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24.09.2019 | Urogenitaltuberkulose | CME | Ausgabe 10/2019

Der Urologe 10/2019

Urologische Infektionen und Migration

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 10/2019
Autoren:
K. Bausch, E. Kulchavenya, F. Wagenlehner, G. Bonkat
zum Fragebogen im Kurs
Wichtige Hinweise

Wissenschaftliche Leitung

M.-O. Grimm, Jena
A. Gross, Hamburg
C.-G. Stief, München
J.-U. Stolzenburg, Leipzig
in Zusammenarbeit mit
der Akademie
der Deutschen Urologen

Zusammenfassung

Im Rahmen der Flüchtlingsbewegungen werden gehäuft Infektionserkrankungen diagnostiziert, die verantwortliche Ärzte wie auch Urologen zuvor nur selten zu Gesicht bekamen. Die schlechteren gesundheitlichen und hygienischen Bedingungen im Heimatland, auf der Flucht und in den Auffanglagern sind hierfür verantwortlich. Zuletzt wurde in Europa eine steigende Inzidenz von Tuberkulose, Schistosomiasis und Skabies beobachtet. Tuberkulose und Schistosomiasis gehen häufig mit unspezifischen Symptomen einher oder können gängige urologische Erkrankungen vortäuschen. Aufgrund der hohen Kontagiösität der Skabies wird ein Screening im Rahmen der Neuankunft empfohlen. Eine frühzeitige differenzialdiagnostische Einbeziehung dieser Krankheitsbilder ist enorm wichtig. Generell geht man trotz sinkender Asylanträge in Deutschland von einer hohen Zahl an untergetauchten Migranten aus, welche sich häufig auch dem Gesundheitssystem entziehen und somit zur Verbreitung dieser seltenen Infektionserkrankungen beitragen können.

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