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Die Urologie

Stellenwert der „standard operating procedures“ (SOP) bei der Behandlung urologischer Notfälle

Erschienen in:

Zusammenfassung

Hintergrund

Urologische Notfälle sind häufig zeitkritisch und erfordern strukturiertes Handeln. „Standard operating procedures“ (SOP) übersetzen Leitlinien in konkrete Abläufe und können die Versorgungsqualität verbessern.

Methoden

Der Beitrag bietet eine Literaturübersicht zu Effekten von SOP im urologischen Notfallmanagement.

Ergebnisse

Die SOP steigern die Leitlinienadhärenz, verkürzen Diagnose- und Therapiezeiten und senken Morbidität, Mortalität sowie Krankenhausverweildauer. Beispiele sind „code torsion“ bei Hodentorsion, Sepsis-Bundles bei Urosepsis und SOP-Checkboxen beim Priapismus. Nationale Programme wie die britische GIRFT-Initiative zeigen, dass standardisierte SOP Behandlungsvariabilität reduzieren und Ressourcen effizienter genutzt werden.

Schlussfolgerung

Die SOP erhöhen Effizienz, Sicherheit und Struktur in der urologischen Notfallversorgung und leisten zugleich einen Beitrag zur Systementlastung.
Titel
Stellenwert der „standard operating procedures“ (SOP) bei der Behandlung urologischer Notfälle
Verfasst von
PD Dr. med. Frank Waldbillig
Prof. Dr. med. Maurice Stephan Michel
Publikationsdatum
10.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Urologie / Ausgabe 1/2026
Print ISSN: 2731-7064
Elektronische ISSN: 2731-7072
DOI
https://doi.org/10.1007/s00120-025-02734-y
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Bildnachweise
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