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17.09.2018 | Uroradiologie | Leitthema | Ausgabe 10/2018

Der Radiologe 10/2018

Nierenfunktionsdiagnostik mittels Magnetresonanztomographie

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 10/2018
Autoren:
Hanne Kirsch, Prof. Hans‑Joachim Mentzel

Zusammenfassung

Infolge der Entwicklung neuer Sequenzen und Techniken stehen zunehmend Möglichkeiten zur funktionellen Nierendiagnostik mittels MRT (Magnetresonanztomographie) wie fMRU (funktionelle MR-Urographie), ASL („arterial spin labeling“), DWI („diffusion weighted imaging“), DTI („diffusion tension imaging“) und BOLD („blood oxygen level dependent“) zur Verfügung. Studien belegen, dass diese Techniken valide funktionelle Daten hinsichtlich Perfusion, Oxygenierung und Diffusion sowie zu glomerulärer Filtration und zum Ausmaß einer obstruktiven Uropathie liefern. Pathophysiologische renale Prozesse z. B. an Transplantatnieren, bei chronischen Nierenerkrankungen, aber auch in der Tumordiagnostik können somit vollumfänglich beurteilt werden. Die fMRU, die neben der zuverlässigen Beurteilung der Nierenfunktion gleichzeitig eine hochauflösende morphologische Darstellung der Nieren und des Harntraktes bietet, hat – zumindest in spezialisierten kinderradiologischen Zentren – bereits Einzug in die klinischen Routine genommen. Weiterentwicklungen der Sequenzen und prospektive klinische Studien sind zur Etablierung der Methoden, Erstellung von Standardprotokollen und einheitlichen, vereinfachten Nachverarbeitung erforderlich, um die Verfahren in der klinischen Routine zu etablieren.

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