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30.06.2017 | Uroradiologie | Leitthema | Ausgabe 8/2017

Der Radiologe 8/2017

Interventionelle Therapie der benignen Prostatahyperplasie

Embolisation der V. spermatica

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 8/2017
Autoren:
Dr. M. Rauch, H. Strunk

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Als interventionelles Verfahren zur Behandlung der benignen Prostatahyperplasie (BPH) wird die Embolisation der Vv. spermaticae (Gat-Goren-Technik) diskutiert.

Radiologische Standardverfahren

Neben urologischen Standardeingriffen wie z. B. der transurethralen Prostataresektion (TUR-P) gilt die arterielle Embolisation der Prostata bisher als interventionell-radiologisches Verfahren der Wahl.

Methodische Innovationen

Die Embolisation der Vv. spermaticae entspricht technisch einer Varikozelenembolisation bei infertilen Männern und stellt eine wenig invasive Behandlungsmethode dar.

Leistungsfähigkeit

Die Embolisation kann als risiko- und nebenwirkungsarmes Verfahren durchgeführt werden. Varianten der venösen Anatomie können den Eingriff erschweren. In aktuellen Studien wird im mittelfristigen Verlauf von einer guten Symptomreduktion berichtet.

Bewertung

Obwohl mittelfristige Ergebnisse vielversprechend sind, fehlen bisher Daten zu Langzeitergebnissen und Vergleiche zu alternativen Behandlungsmethoden.

Empfehlung für die Praxis

Die Embolisation der Vv. spermaticae zur Behandlung der BPH stellt eine wenig invasive Methode dar. Der Eingriff kann ambulant oder tagesstationär durchgeführt werden. Im mittelfristigen Verlauf bis 6 Monate nach dem Eingriff zeigen sich in bisher durchgeführten Untersuchungen zufriedenstellende Ergebnisse. Randomisierte Studien, Daten zu Langzeitergebnissen und Vergleiche zu alternativen Methoden (z. B. arterielle Prostataembolisation, operative Verfahren) fehlen bisher.

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