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07.02.2018 | CME | Ausgabe 2/2018

Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin 2/2018

Urosepsis

Zeitschrift:
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin > Ausgabe 2/2018
Autoren:
Prof. Dr. med. Mathias W. Pletz, PD Dr.med. Sebastian Weis, PD Dr. med. Christina Forstner, Prof. Dr. med. Florian Wagenlehner
Wichtige Hinweise

Redaktion

U. Janssens, Eschweiler
M. Joannidis, Innsbruck
K. Mayer, Gießen
Dieser Beitrag erschien ursprünglich in der Zeitschrift Der Urologe (2018) 57:79–92 https://​doi.​org/​10.​1007/​s00120-017-0559-1. Die Teilnahme an der zertifizierten Fortbildung ist nur einmal möglich.

Zusammenfassung

Die Urosepsis ist als schweres Krankheitsbild durch Organversagen aufgrund einer Harnwegsinfektion definiert. Eine empirische Antibiotikatherapie sollte innerhalb der ersten Stunde nach Diagnose erfolgen. Des Weiteren sollten Urin- und Blutkulturen vor Antibiotikatherapie angelegt werden. Eine weiterführende Diagnostik sollte frühzeitig erfolgen, um ggf. eine (innerhalb von 6 h) interventionelle Fokuskontrolle bei Harnwegsobstruktion und Abszessen zu ermöglichen. Gramnegative Erreger werden am häufigsten isoliert. ESBL(„extended-spectrum beta-lactamase“)-Bildner als Erreger der Urosepsis nehmen zu. Carbapenemase-bildende Enterobacteriaceae sind dagegen derzeit noch selten. Die empirische Therapie besteht aus einem Breitspektrumbetalaktamantibiotikum. Während Piperacillin/Tazobactam, Carbapeneme und die neuen Cephalosporin/BLI(Betalaktamaseinhibitoren)-Kombinationen bei ausreichender Empfindlichkeit als Monotherapie gegeben werden können, sollten Cephalosporine mit Aminoglykosiden (bevorzugt) oder Fluorochinolonen kombiniert werden. Wird eine Kombinationstherapie gegeben, sollte nach 48–72 h auf eine Monotherapie deeskaliert werden.

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