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Uterustransplantation. Ethisch gerechtfertigt?

  • 11.03.2019
  • Originalarbeit
Erschienen in:

Zusammenfassung

Die Uterustransplantation ermöglicht Frauen mit einer absoluten uterinen Infertilität eine Schwangerschaft mit biologisch eigenem Kind. Das neuartige experimentelle Verfahren wirft eine Reihe von ethischen Fragen auf. Ziel dieses Artikels ist es, relevante ethische Problemkonstellationen im Kontext der Uterustransplantation überblickshaft darzulegen und kritisch zu diskutieren. Als systematischer Rahmen der Darstellung dienen die vier Prinzipien der Medizinethik Autonomie, Nicht-Schaden, Wohltun und Gerechtigkeit nach Beauchamp und Childress. Nach eingehender ethischer Betrachtung plädieren die Autorinnen mit Blick auf die Akkumulation schwerwiegender ethischer Probleme für die Notwendigkeit einer grundlegenden und umfassenden ethischen Debatte über Uterustransplantation. Ausgangspunkt einer solchen Debatte muss eine kritische Reflexion des normativen Stellenwerts des Leidens an einem unerfüllten Kinderwunsch sein.
Titel
Uterustransplantation. Ethisch gerechtfertigt?
Verfasst von
Dr. Claudia Bozzaro
Dr. Franziska Krause
Melanie Weismann
Publikationsdatum
11.03.2019
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Ethik in der Medizin / Ausgabe 2/2019
Print ISSN: 0935-7335
Elektronische ISSN: 1437-1618
DOI
https://doi.org/10.1007/s00481-019-00519-4
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Bildnachweise
Narbe an der Brust/© Sergey Novikov / Stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell), Inflammatorisches Mammakarzinom/© Springer Medizin Verlag GmbH, Junge Frau nutzt Smartphone/© sebra / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell)