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Arthroskopie

Rolle der Umstellungsosteotomien bei chronischen peripheren Instabilitäten am Kniegelenk

Erschienen in:

Zusammenfassung

Trotz zunehmender Verbesserung des Ergebnisses arthroskopischer Rekonstruktionen von Bandverletzungen am Kniegelenk bleibt die Rezidivinstabilität weiterhin eine nicht zu unterschätzende Komplikation mit erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität der Betroffenen. Der Einfluss der frontalen und sagittalen Gelenkachse auf den peripheren Bandkomplex ist bisher nur unzureichend untersucht. Das Ziel dieses Artikels ist es daher, die aktuelle Literatur zur Rolle der Umstellungsosteotomien bei chronischer Instabilität des Kniegelenks mit Fokus auf die periphere Instabilität zusammenzufassen. Aufgrund der komplexen Anatomie des Kniegelenks zeigt die chronische Instabilität zumeist eine Kombinationsverletzung von peripheren und zentralen Strukturen. Eine Bewertung der möglichen therapeutischen Ansätze insbesondere der isolierten Umstellungsosteotomie bei peripheren Instabilitäten ist deshalb schwierig. Bei varischer Achsdeformität ist die Indikation zur Umstellungsosteotomie gut untersucht und zeigt im Revisionsfall bei begleitender lateraler Instabilität („double/triple varus“) als auch bei kombinierter medialer Instabilität gute Ergebnisse. Die Valgusdeformität ist bisher nur spärlich untersucht. Eine klare Indikation zur Umstellungsosteotomie bei ligamentären Verletzungen kann hier aufgrund fehlender wissenschaftlicher Daten nicht abschließend ausgesprochen werden. In den letzten Jahren legte sich der Fokus zunehmend auf die sagittalen Deformitäten, dem tibialen Slope und dessen Einfluss auf die anteriore oder posteriore tibiale Translation. In den bisher publizierten klinischen Studien zeigt sich, dass eine Slopekorrektur zur Reduzierung des tibialen Slopes auch zu einer signifikanten Reduktion der Rerupturrate nach vorderer Kreuzbandplastik führt.
Titel
Rolle der Umstellungsosteotomien bei chronischen peripheren Instabilitäten am Kniegelenk
Verfasst von
Philip Linke
Ralph Akoto
Karl-Heinz Frosch
PD Dr. Matthias Krause
Publikationsdatum
09.09.2022
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Arthroskopie / Ausgabe 6/2022
Print ISSN: 0933-7946
Elektronische ISSN: 1434-3924
DOI
https://doi.org/10.1007/s00142-022-00567-x
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