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06.05.2020 | Vaskulitiden | Schwerpunkt: Diagnose entzündlicher Dermatosen | Ausgabe 4/2020

Der Pathologe 4/2020

Kutane Vaskulitis und Vaskulopathie

Differenzialdiagnosen an der unteren Extremität

Zeitschrift:
Der Pathologe > Ausgabe 4/2020
Autoren:
K. Holl-Ulrich, C. Rose

Zusammenfassung

Die Haut zählt zu den häufigsten Manifestationsorten systemischer primärer und sekundärer Vaskulitiden. Ferner tritt eine Vaskulitis nicht selten rein kutan als Einzelorganvaskulitis auf. Prädilektionsorte sind die unteren Extremitäten mit den Leitsymptomen palpable Purpura, Knoten und Ulzera. Grundlage der histopathologischen Diagnostik ist die korrekte Einordnung des befallenen Gefäßtyps und die sichere Identifizierung einer Gefäßschädigung bei der Vaskulitis in Abgrenzung zu unspezifischen reaktiven Gefäßveränderungen, vaskulär okklusiven Erkrankungen, nichtinflammatorischer Purpura und perivaskulären Infiltraten infolge entzündlicher Dermatosen. Die Mehrzahl kutaner Vaskulitiden sind Kleingefäßvaskulitiden. Diese weisen im floriden Stadium unabhängig von der Ätiologie meist das Bild einer dermalen leukozytoklastischen Vaskulitis auf. Zusätzliche extravaskuläre Veränderungen können eine weitere Einordnung erlauben, in der Regel ist jedoch eine Korrelation mit Klinik, Bildgebung und Serologie erforderlich. Entscheidend für die Diagnose ist auch die Entnahmetechnik der Biopsie unter Berücksichtigung des klinisch vermuteten Gefäßbefalls. Gerade bei Ulzera ist ein ausreichender Saum umgebender Haut und Subkutis diagnostisch unerlässlich. Für die Diagnose einer Polyarteriitis nodosa und nodulärer Vaskulitis ist die Beurteilung der Subkutis erforderlich. Eine Großgefäßvaskulitis kommt in Hautbiopsien der unteren Extremität nicht vor.

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