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Labordiagnostik bei Vaskulitiden jenseits von antineutrophilen zytoplasmatischen Autoantikörpern

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Zusammenfassung

Die Diagnose systemischer Vaskulitiden (SV) ist aufgrund der sehr unterschiedlichen Präsentationsformen eine große klinische Herausforderung und macht ein interdisziplinäres Vorgehen notwendig. Eine gezielte Labordiagnostik unterstützt die Diagnosefindung, Differenzialdiagnose und Klassifikation und ist zudem ein elementarer Bestandteil der Erkennung aktiver Organmanifestationen als auch von Therapiekomplikationen. Zu den grundlegenden Labortests gehören die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), C‑reaktives Protein (CRP), Blutbild, Serumkreatinin, Urinanalyse, spezifische Autoantikörper, Komplement, Immunglobuline, Kryoglobuline und Hepatitis-B/C-Serologie. Antineutrophile zytoplasmatische Autoantikörper (ANCA), antiglomeruläre Basalmembran-Antikörper (Anti-GBM-Antikörper) und Anti-C1q-Antikörper sind wertvolle Labormarker für die Diagnose der verschiedenen Formen der Vaskulitis kleiner Gefäße. Es gibt keine spezifischen Labortests für die Diagnose von Vaskulitiden der mittleren und großen Gefäße. Trotz Fortschritten in unserem Verständnis der Pathogenese der Vaskulitiden konnten bis dato keine Biomarker identifiziert werden, die zuverlässig zur Therapiesteuerung eingesetzt werden können oder zur Unterscheidung einer Vaskulitis von anderen entzündlichen Erkrankungen wie Infektionen oder Therapiekomplikationen nützlich sind.
Titel
Labordiagnostik bei Vaskulitiden jenseits von antineutrophilen zytoplasmatischen Autoantikörpern
Verfasst von
Ulf Schönermarck
Bernhard Hellmich
Dr. rer. nat. Elena Csernok
Publikationsdatum
08.04.2024
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