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Neues von den Vaskulitiden

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Auszug

Die Vaskulitiden gehören zweifellos zu den komplexesten und damit auch spannendsten Krankheitsbildern in der Rheumatologie. Darüber hinaus sind die verschiedenen Vaskulitis-Forschungsverbünde, z. B. die European Vasculitis Society (EUVAS) und das Vasculitis Clinical Research Consortium (VCRC), in vorbildlicher Weise strukturiert aktiv und produzieren systematisch Daten. Diese tragen zur Verbesserung der Diagnostik und Klassifikation bei, wie z. B. durch die Diagnostic and Classification Criteria in Vasculitis Study(DCVAS)-Initiative und die hieraus resultierenden neuen Klassifikationskriterien der EULAR/ACR und werden auch bei weiteren aktuellen Diskussionen wie beispielhaft der Frage, ob die IgG4-Related Diseases zu den primären Vaskulitiden zu rechnen sind, sicher eine zentrale Rolle spielen. Darüber hinaus sind sie oft auch Ausgangspunkt für – heute in der Regel Industrie-gesponserte – Therapiestudien. Neben der mittlerweile festen Etablierung von Antikörpertherapien (Rituximab, Tocilizumab, Mepolizumab) werden zunehmend auch neue kleine Moleküle wie Upadacitinib (SELECT-GCA-Studie) bei der Riesenzellarteriitis oder sogar grundlegend neue Wirkprinzipien wie beim C5a-Rezeptorantagonisten Avacopan in die medikamentöse Therapie eingeführt. Selbst bei den ganz seltenen Krankheitsbildern wie der eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis können RCT erfolgreich durchgeführt werden und tragen, wie zuletzt die MANDARA-Studie mit Benralizumab, zu einem steten klinischen Fortschritt bei. …
Titel
Neues von den Vaskulitiden
Verfasst von
Prof. Dr. med. Frank Moosig
Prof. Dr. med. Julia Holle
Publikationsdatum
01.12.2024
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Rheumatologie / Ausgabe 10/2024
Print ISSN: 0340-1855
Elektronische ISSN: 1435-1250
DOI
https://doi.org/10.1007/s00393-024-01591-y