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05.06.2019 | Leitthema | Ausgabe 8/2019

Der Urologe 8/2019

Verbundweiterbildung in der Urologie: Innovationen für eine bessere Ausbildung

Zeitschrift:
Der Urologe > Ausgabe 8/2019
Autoren:
Prof. Dr. med. A. Heidenreich, J. Salem, P. Paffenholz, D. Pfister

Zusammenfassung

Die neue Musterweiterbildungsordnung für den Facharzt für Urologie wird nach der Umsetzung durch die Landesärztekammer weniger Richtzahlen oder Mindestzahlen für operative Eingriffe, sondern mehr Kompetenzgrade in verschiedenen Schwerpunktthemen für den Bereich der ambulanten Urologie vermitteln. Die verschiedenen Inhalte der Kompetenzfelder wie z. B. Mikrobiologie, Andrologie oder medikamentöse Tumortherapie müssen dann aber auch tatsächlich geleistet werden. Es besteht durchaus die berechtigte Sorge, dass einige Kliniken die volle WBE (Weiterbildungsermächtigung) verlieren werden oder sich neuen Wegen der Weiterbildung wie z. B. der interdisziplinären Verbundweiterbildung innerhalb der eigenen Institution oder der intersektoralen Verbundweiterbildung mit regionalen Kliniken, urologischen Praxen und Belegkliniken öffnen müssen. Die Ausbildung insgesamt als auch die Regularien zur Facharztprüfung müssen strukturiert und curricular erfolgen. Auch müssen für die Zukunft durchaus frühzeitige Trennungen der Weiterbildung in die Basisurologie, die alle Kompetenzen für die ambulante Urologie vermittelt und eine spezialisierte Urologie, die Kompetenzen für die komplexen, stationären Behandlungen abbildet, diskutiert werden. Eine Öffnung des eigenen Horizonts, die respektvolle Diskussion mit anderen Fachbereichen und auch die Erarbeitung gemeinsamer interdisziplinärer Weiterbildungsinhalte mit anderen Fächern sind dafür unabdingbare Voraussetzung.

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