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24.10.2017 | Originalarbeit | Ausgabe 2/2018

Prävention und Gesundheitsförderung 2/2018

Verhaltensstabilität und Gewohnheitsverhalten

Untersuchung potentieller Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Gewohnheitsverhalten

Zeitschrift:
Prävention und Gesundheitsförderung > Ausgabe 2/2018
Autor:
Dr. Nadja Walter

Zusammenfassung

Hintergrund

Um Gewohnheitsverhalten zu entwickeln, bedarf es verschiedenen Autoren zufolge etwa 6 bis 9 Wochen regelmäßigen Praktizierens. Über den Einfluss von Wohlbefinden und Stimmung auf diesen Prozess ist jedoch nur wenig bekannt.

Ziel der Arbeit

Die Studie versucht Aufschluss über verhaltensbezogene Bedingungen zu geben, die zur Entwicklung eines Gewohnheitsverhaltens beitragen. Dabei werden die Aspekte Regelmäßigkeit, zeitliche Konsequenz sowie Wohlbefinden und Stimmung untersucht.

Methoden

In einer 12-wöchigen Längsschnittstudie wählten 48 Teilnehmer ein gesundheitsorientiertes Verhalten und praktizieren dieses täglich. In einer wöchentlichen Befragung mussten die Teilnehmer Angaben zur Stabilität des gewählten Verhaltens sowie zur Stimmung machen. Hierfür wurde der Self-Report Habit Index (SRHI) sowie das Profile of Mood States (POMS) eingesetzt. Gleichzeitig wurden Daten zur Regelmäßigkeit und zeitlichen Konsequenz sowie zum Wohlbefinden erfasst.

Ergebnisse

Ein signifikanter Anstiegt im SRHI deutet auf eine Entwicklung von Gewohnheitsverhalten v. a. in den ersten Wochen hin. Es konnten signifikante Unterschiede hinsichtlich Regelmäßigkeit, zeitlicher Konsequenz und Stimmung, jedoch nicht in Bezug auf Wohlbefinden nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung

Die Untersuchung bestätigt die Bedeutung von Regelmäßigkeit sowie einem stabilen zeitlichen Kontext bei der Entwicklung von Gewohnheitsverhalten und deutet auf einen Einfluss der Stimmung auf diesen Prozess hin.

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