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07.02.2017 | Verletzung der peripheren Nerven | Leitthema | Ausgabe 3/2017

Der Radiologe 3/2017

Nervenverletzungen und traumatische Läsionen des Plexus brachialis

Bildgebende Diagnostik und therapeutische Optionen

Zeitschrift:
Der Radiologe > Ausgabe 3/2017
Autoren:
D. Schwarz, M. T. Pedro, C. Brand, M. Bendszus, Prof. Dr. G. Antoniadis

Zusammenfassung

Klinisches/methodisches Problem

Traumatische Nerven- und Plexusläsionen sind aufgrund ihrer oft verheerenden Funktionsausfälle gefürchtete Verletzungskomplikationen. Die Prognose hängt dabei maßgeblich von einer korrekten frühzeitigen Diagnose und dem richtig gewählten Behandlungsregime ab, wobei zwischen offenen und geschlossenen Verletzungen unterschieden werden muss.

Radiologische Standardverfahren

In der initialen Bildgebung, zumeist mithilfe der hochauflösenden Neurosonographie, muss zunächst die Nervenkontinuität beurteilt bzw. bewiesen werden. Im Verlauf können reaktive Veränderungen wie die Bildung von Neuromen und konstringierender Narbenzüge aufgedeckt werden. Vor allem bei tiefer gelegenen Nerven- und Plexusverletzungen gelingt dies hervorragend mit dedizierten Sequenzen aus der MR-Neurographie (MRN).

Methodische Innovationen

Mithilfe spezieller Oberflächenspulenelemente kann die Signalausbeute bei der hochauflösenden MRN des Plexus brachialis weiter optimiert werden. Mithilfe der Diffusion-tensor-imaging(DTI)-Technik könnte es zukünftig ferner möglich sein, ein potenzielles Regenerationspotenzial zu erkennen.

Leistungsfähigkeit

Für die Neurosonographie konnte bereits vielfach gezeigt werden, dass eine exakte Beurteilung von Nervenverletzungen möglich ist (Sensitivität bis 90 % und Spezifität von 95 % bei Transsektion) und das Therapieregime in bis zu 60 % maßgeblich beeinflusst bzw. verändert wird. Für die MRN liegen weniger quantitative Daten vor. Einzelne Arbeiten zeigen jedoch eine hohe Übereinstimmung mit dem späteren Operationssitus.

Empfehlung für die Praxis

Initial sowie bei peripheren, oberflächlichen und kleineren Nervenverletzungen eignet sich die Neurosonographie exzellent zur Beurteilung der Nervenintegrität und des Verletzungsausmaßes. Bei ausgedehnten Verletzungsbildern proximaler Nerven- und Plexusstrukturen sowie der Frage nach einem Wurzelausriss ist die Abklärung mittels MRN die Methode der Wahl.

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