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18.08.2016 | Verletzungen der Hand | Leitthema | Ausgabe 3/2016

Trauma und Berufskrankheit 3/2016

Amputation und Replantation an der Hand

Zeitschrift:
Trauma und Berufskrankheit > Ausgabe 3/2016
Autoren:
Dr. med. univ. Stephanie Koehler, Priv. Doz. Dr. med. Isabella M. Mehling, Dr. med. Götz Hanebuth, Prof. Dr. med. Dr. med. habil. Michael Sauerbier

Zusammenfassung

Seit der ersten erfolgreichen Replantation vor über 50 Jahren ist es möglich geworden, teilweise oder komplett abgetrennte Körperteile, insbesondere an der Hand, durch die Entwicklung mikrochirurgischer Techniken zu rekonstruieren. Diese Fortschritte der Mikrochirurgie haben die Überlebensrate replantierter Handanteile bei Amputationen auf mehr als 80 % gesteigert. Dennoch sollte ein Replantationsversuch kritisch beurteilt werden, da der praktische Gebrauchswert der Hand und damit auch die Autonomie des Patienten dadurch stark eingeschränkt werden können. Kriterien für ein erfolgreiches Endergebnis sind nicht nur das Überleben des Replantates und damit auch der Aspekt der rekonstruierten Körperintegrität, sondern auch das Ausmaß der biomechanischen Handfunktion. Ziele bei der Versorgung von Amputationen an der Hand sind die schnellstmögliche Wiederherstellung der Durchblutung und die bestmögliche Erhaltung der gebrauchsfähigen Handfunktion. Die Erfahrung zeigt, dass das Endergebnis von der Art und Höhe der Verletzung, Logistik der Voraussetzungen sowie Art und Intensität der Nachbehandlung in der frühen postoperativen Phase abhängt. Dennoch können Alternativen wie Stumpfbildung und plastische Defektdeckung an der Hand für viele Patienten, insbesondere Handwerker, die günstigere Art der Therapie in Bezug auf sozioökonomische Gesichtspunkte sein. Der folgende Beitrag befasst sich ausführlich mit Amputationsverletzungen und Replantationen an der Hand von der historischen Entwicklung bis zu aktuellen chirurgischen Endergebnissen. Es werden die Indikations- sowie Kontraindikationsstellung, das präoperative Vorgehen, die chirurgische Technik, die postoperative Nachbehandlung, die möglichen Komplikationen sowie die Begutachtung bei der mikrochirurgischen Versorgung von Amputationen an der Hand dargestellt.

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