Handtraumatologie im Wandel der Zeit
Klinik und Ökonomie von stationären und ambulanten Fällen an einem Universitätsklinikum der letzten Dekade
- 17.11.2024
- Verletzungen der Hand
- Originalien
- Verfasst von
- Dr. med. Torsten Schulz
- Toralf Kirsten
- Rima Nuwayhid
- Stefan Langer
- Sandra von der Höh
- Nikolaus von Dercks
- Erschienen in
- Die Unfallchirurgie | Ausgabe 12/2024
Zusammenfassung
Hintergrund
Handchirurgische Abteilungen stehen heute vor der Herausforderung, rentabel zu arbeiten, Nachwuchs auszubilden, steigende Fallzahlen zu bewältigen und die geforderte Ambulantisierung in der klinischen Praxis umzusetzen.
Ziel der Arbeit
Ziel dieser Studie war es, die demografischen und ökonomischen Kennzahlen einer Universitätsklinik zu beschreiben und die Entwicklung der stationären und ambulanten Fallzahlen der letzten Dekade zu untersuchen.
Material und Methoden
Durchgeführt wurde eine monozentrische, retrospektive Datenauswertung von Patienten, welche aufgrund einer Handverletzung im Zeitraum von 2013 bis 2023 behandelt wurden. Die Fälle wurden mittels der Hauptdiagnosen der International Classification of Diseases (ICD) identifiziert und deskriptiv analysiert. Um einen Zusammenhang nachzuweisen, wurde ein lineares Regressionsmodell gerechnet und ein p-wert <0,05 als signifikant angenommen.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 2918 Fälle über eine Dekade ab dem Jahr 2013 eingeschlossen. Davon waren 776 Fälle ambulant. Zwei Drittel der Patienten waren männlich. Die Patienten waren insgesamt gesund mit einem Status von 1,6 ± 0,6 in der Klassifikation der American Society of Anesthesiologists (ASA) und einem Patient Clinical Complexity Level (PCCL) von 0 in 79 % der Fälle. Das Patientenaufkommen stieg kontinuierlich von 161 Fällen 2013 auf 393 Fälle im Jahr 2022 (p < 0,001). Die häufigsten Hauptdiagnosen waren infektiöse Handerkrankungen (L02.4-M65.14). Daraus ergab sich die mit Abstand häufigste Diagnosis Related Group (DRG) I32E (319 Fälle). Für stationäre Fälle betrug die durchschnittliche Schnitt-Naht-Zeit 51:51 min und für ambulante Fälle 26:03 min. Der Erlös betrug im Durchschnitt 4372,90 € pro stationärem und 300,77 € pro ambulanten Fall. Die Quote an Prüfungen durch den Medizinischen Dienst (MD) betrug 19 % im gesamten Betrachtungszeitraum.
Schlussfolgerung
Die steigenden Fallzahlen im ambulanten und im stationären Sektor deuten auf eine Zentralisierung und Bündelung der handchirurgischen Kompetenzen in der Region hin. Zwischen den ambulanten und stationären Fällen ergeben sich deutliche Erlösdifferenzen.
Graphic abstract
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- Titel
-
Handtraumatologie im Wandel der Zeit
Klinik und Ökonomie von stationären und ambulanten Fällen an einem Universitätsklinikum der letzten Dekade - Verfasst von
-
Dr. med. Torsten Schulz
Toralf Kirsten
Rima Nuwayhid
Stefan Langer
Sandra von der Höh
Nikolaus von Dercks
- Publikationsdatum
- 17.11.2024
- Verlag
- Springer Medizin
- Schlagwörter
-
Verletzungen der Hand
Orthopädie und Unfallchirurgie - Erschienen in
-
Die Unfallchirurgie / Ausgabe 12/2024
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X - DOI
- https://doi.org/10.1007/s00113-024-01498-y
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