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Differenziertes Management hepatischer, biliärer und pankreatischer Verletzungen

Zusammenfassung

Schwere Traumata stellen weltweit eine häufige Todesursache, insbesondere jüngerer Patienten dar. Hierbei überwiegen stumpfe gegenüber penetrierenden Abdominaltraumata. Während die Leber häufig betroffen ist, treten Pankreasverletzungen nur vereinzelt auf. Die initiale Diagnostik umfasst die Anamnese, körperliche Untersuchung, Laboruntersuchungen und die FAST-Sonograpfie(Focused Assessment with Sonography for Trauma). Die Einschätzung der hämodynamischen Stabilität ist entscheidend. Bei instabilen Patienten und sonographisch nachgewiesener intraabdomineller freier Flüssigkeit ist eine Notfalllaparotomie indiziert. Stabile oder stabilisierbare Patienten sollten einer triphasischen Kontrastmittel-Computertomographie zugeführt werden. Diese ermöglicht eine Klassifikation des Verletzungsmusters (Injury Scoring Scale der American Association for the Surgery of Trauma [AAST]) sowie explizit die Erfassung aktiver Blutungen und hilft, das Verletzungsausmaß einzuschätzen. Therapeutisch hat sich ein nichtoperatives Management (NOM) etabliert. Neben der reinen Überwachung kommen hierbei spezielle Interventionen zum Einsatz. Ein operatives Vorgehen ist bei Instabilität, ausgedehnten Verletzungen oder bei Versagen des NOM erforderlich. Das Vorgehen richtet sich nach dem Verletzungsmuster und ähnelt dem der elektiven Chirurgie. Neben lokaler Blutstillung sind Resektionen möglich. Sowohl das NOM als auch die komplexe chirurgische Versorgung sollte an spezialisierten Zentren durchgeführt werden.
Titel
Differenziertes Management hepatischer, biliärer und pankreatischer Verletzungen
Verfasst von
Dr. Stina Schild-Suhren
Marie Crede
Elif Yilmaz
Albrecht Neeße
Ahmad Amanzada
Ali Seif Amir Hosseini
Michael Ghadimi
Florian Bösch
Publikationsdatum
26.11.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Die Unfallchirurgie
Print ISSN: 2731-7021
Elektronische ISSN: 2731-703X
DOI
https://doi.org/10.1007/s00113-025-01657-9
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