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22.02.2018 | Originalien | Ausgabe 3/2018

Gefässchirurgie 3/2018

Versorgung des abdominellen Aortenaneurysmas (AAA) 2016

Registerbericht des DIGG der DGG

Zeitschrift:
Gefässchirurgie > Ausgabe 3/2018
Autoren:
T. Schmitz-Rixen, M. Steffen, Prof. Dr. R. T. Grundmann

Zusammenfassung

Zielsetzung

Die Daten für das Jahr 2016 des Registers „Abdominelles Aortenaneurysma“ (AAA) des Deutschen Instituts für Gefäßmedizinische Gesundheitsforschung (DIGG) der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin werden vorgestellt.

Methodik

Im Jahr 2016 beteiligten sich an dem Register insgesamt 141 Zentren. Für die offene Versorgung (OR) des intakten AAA (iAAA) – asymptomatische und symptomatische AAA zusammengefasst – gaben 113 (80,1 %) Zentren, für die endovaskuläre Versorgung (EVAR) des iAAA 139 (98,6 %) Zentren Daten ein. Für das rupturierte AAA (rAAA) wurden von 54 Zentren (38,3 %) (EVAR) bzw. 56 (39,7 %) Zentren (OR) Patienten gemeldet. Ausgewertet wurden die Daten von 4066 stationär behandelten Patienten. 3481 (85,6 %) Patienten wiesen ein asymptomatisches AAA (asAAA), 350 (8,6 %) ein symptomatisches AAA (sAAA) und 235 (5,8 %) Patienten ein rupturiertes AAA auf.

Ergebnisse

2840 asAAA (81,6 %) wurden endovaskulär und 641(18,4 %) offen versorgt. Bei den endovaskulär versorgten Patienten mit asAAA verlief der Eingriff in 88,8 % der Fälle komplikationslos. Es verstarben insgesamt 27 Patienten (1,0 %) bis zur Entlassung. Bei den offen versorgten Patienten wiesen 71,0 % der Patienten keine Komplikationen auf. Verstorben sind insgesamt 26 Patienten (4,1 %). 253 (72,3 %) sAAA wurden endovaskulär und 97 (27,7 %) offen behandelt. Die Klinikletalität machte bei EVAR 3,6 %, bei OR 4,1 % aus. Von den 235 Patienten mit rAAA wurden 96 (40,9 %) endovaskulär und 139 (59,1 %) offen versorgt. Nur 4,2 % der mit EVAR versorgten Patienten, aber 23,7 % bei OR wiesen freies Blut in der Bauchhöhle auf. Bei EVAR sind 19,8 % der Patienten während des stationären Aufenthaltes verstorben, bei OR 34,5 %.

Schlussfolgerung

Die Ergebnisse zur Klinikletalität bei endovaskulärer und offener Versorgung des nicht-rupturierten AAA bestätigen weitgehend die publizierten Ergebnisse aus den Jahren 2013 bis 2016. Der Trend einer zunehmenden endovaskulären Versorgung intakter AAA hat sich fortgesetzt. Beim rAAA wurde wie in den Vorjahren eine deutlich niedrigere Klinikletalität bei endovaskulärer Versorgung im Vergleich zu OR beobachtet, jedoch waren beide Gruppen nicht vergleichbar

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