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05.01.2022 | Medizin aktuell | Ausgabe 1/2022

Der Internist 1/2022

Versorgung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern in Deutschland – tragende Rolle von Internisten und Hausärzten

Zeitschrift:
Der Internist > Ausgabe 1/2022
Autoren:
Prof. Dr. med. Dr. med. vet. Harald Kaemmerer, Sebastian Freilinger, Prof. Dr. phil. Rhoia Neidenbach, Prof. Dr. med. Stephan Achenbach, Caroline Andonian, Prof. Dr. med. Peter Ewert, Dr. med. Fokko de Haan, Prof. Dr. med. Nicole Nagdyman, Prof. Dr. med. Jörg Schelling, Prof. Dr. med. Michael Hofbeck, Dr. med. Ulrike Bauer, PD Dr. med. Michael Huntgeburth, Prof. Dr. med. Thomas Meinertz
Wichtige Hinweise
Die Autoren Harald Kaemmerer, Sebastian Freilinger und Rhoia Neidenbach haben zu gleichen Teilen zum Manuskript beigetragen.
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Zusammenfassung

Hintergrund

Die Zahl der Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) steigt stetig. Die vorliegende Querschnittsstudie wurde konzipiert, um die EMAH-Versorgung aus Sicht der Patienten und der Hausärzte (Fachärzte für Allgemeinmedizin und für Innere Medizin, praktische Ärzte) zu untersuchen.

Methode

Fragebogenbasierte Querschnittsstudie zur Analyse der realen Versorgungssituation von EMAH in Deutschland aus Sicht der Patienten sowie der Hausärzte.

Ergebnisse

Der Fragebogen wurde von 4493 EMAH (53,7 % weiblich; 41,3 ± 16,9 Jahre) und 1055 Hausärzten ausgefüllt. Die Mehrheit der EMAH (79,8 %) besuchten ihren Hausarzt wegen nichtkardialer Gesundheitsprobleme, aber auch wegen kardialer Probleme. Fast alle EMAH hatten erheblichen medizinischen Beratungsbedarf (Leistungsfähigkeit, Berufsfindung etc.). 2014 Patienten (44,8 %) kannten keine zertifizierten EMAH-Spezialisten oder -Zentren. 2816 Befragte (62,7 %) waren nicht über EMAH-Patientenorganisationen informiert. 87,5 % der Hausärzte hatten EMAH aller Schweregrade wegen vitientypischer Rest- und Folgeerscheinungen betreut. Viele kannten keine zertifizierten EMAH-Spezialisten. Nur 28,5 % zogen einen EMAH-Spezialisten konsiliarisch hinzu. Nur 23,5 % kannten EMAH-Patientenorganisationen.

Schlussfolgerung

Hausärzte sind eine tragende Säule der EMAH-Versorgung in Deutschland. Die vorliegende Studie zeigt, dass EMAH und ihre Hausärzte, trotz des großen Bedarfs an spezialisierter Betreuung, weitgehend uninformiert sind über die bundesweit vorhandenen EMAH-Versorgungsstrukturen. Um die Morbidität und Mortalität der Betroffenen niedrig zu halten, müssen Lösungen entwickelt werden, um in Kooperation mit den auf EMAH spezialisierten Kinderkardiologen, Kardiologen und Zentren die Hausärzte stärker in die vorhandenen EMAH-Versorgungsstrukturen einzubinden bzw. zu integrieren.

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