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04.06.2018 | Originalien | Ausgabe 7/2019

Zeitschrift für Rheumatologie 7/2019

Versorgungssituation der Riesenzellarteriitis in Rheinland‑Pfalz

Zeitschrift:
Zeitschrift für Rheumatologie > Ausgabe 7/2019
Autoren:
Christian von Kiel, Matthias Dreher, Konstantinos Triantafyllias, Peter Heinz, Univ.-Prof. Dr. Andreas Schwarting
Wichtige Hinweise

Redaktion

U. Müller-Ladner, Bad Nauheim
U. Lange, Bad Nauheim
C. von Kiel und M. Dreher sind gleichwertige Erstautoren. C. von Kiel: Die Publikation enthält Ergebnisse aus einer noch nicht fertig gestellten Dissertation.

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Riesenzellarteriitis (RZA) gehört zu den häufigsten entzündlichen Vaskulitiden bei älteren Patienten. Eine schnellstmögliche Diagnose und Therapie sind aufgrund möglicher irreversibler Organschäden unabdingbar. Bis dato gibt es noch keine belastbaren Daten, um eine Ersteinschätzung der ambulanten Versorgungssituation von diagnostizierten RZA-Patienten in Rheinland-Pfalz (RLP) zu erhalten.

Methodik

Die am landesweiten Rheumanetzwerk ADAPTHERA beteiligten niedergelassenen Ärzte (Neurologen, Rheumatologen, Augen- und Hausärzte) wurden mithilfe eines Fragebogens hinsichtlich Erkrankungshäufigkeit, Krankheitsaktivität, medikamentöser Therapie und möglicher Komorbiditäten befragt. Zusätzlich wurden die erhobenen Daten anhand der ambulanten Kodierungsverschlüsselung der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz abgeglichen.

Ergebnisse

Basierend auf den Angaben der Hausärzte wurden im Erhebungszeitraum in Rheinland-Pfalz 272 RZA-Patienten behandelt. Die Erkrankungsdauer bis zur Diagnosestellung betrug 3,6 (SD ± 4,8) Monate. Die medikamentöse Therapie in Form von Glukokortikoiden lag an erster Stelle, gefolgt von Methotrexat, ASS und Azathioprin. Zudem wurden kardiovaskuläre Erkrankungen, chronische Schmerzsyndrome, Depressionen, Osteoporose und Diabetes mellitus als Komorbiditäten beschrieben.

Diskussion

Der Großteil der Patienten mit einer RZA wird durch Hausärzte versorgt. Als kritisch stellen sich die Langzeittherapie und die zeitnahe rheumatologische Mitbehandlung dar. Seitens der Primärversorger werden Wünsche nach rheumatologischen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen geäußert. Unter Diagnose- und Behandlungsaspekten ist zu überlegen, ein „Vaskulitis-fast-track-Modul“ zu implementieren.

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