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Vertigo - Leitsymptom Schwindel

  • 2022
  • Buch

Über dieses Buch

Dieses gänzlich klinisch orientierte und in der 3. Auflage komplett überarbeitete Buch unterstützt Neurologen, HNO-Ärzte und alle anderen Ärzte verschiedener Fachrichtungen, die Patienten mit Schwindel-, Gleichgewichts- und Augenbewegungsstörungen versorgen. Nach einer systematischen Einführung sind die wichtigsten Schwindelsyndrome übersichtlich dargestellt, die klinischen Untersuchungsgänge komprimiert und verständlich geschildert und jeweils mit Foto- und Videomaterial illustriert. Die einheitliche Kapitelstruktur lehnt sich konsequent an die Praxis an: Diagnosestellung auf der Basis der Anamnese und klinischen Untersuchung sowie apparativen Diagnostik, Differenzialdiagnosen, spezielle klinische Probleme, Pathophysiologie, Ätiologie, Verlauf sowie therapeutische Prinzipien und pragmatische Therapie.

Inhaltsverzeichnis

  1. Frontmatter

  2. 1. Schwindel: ein multisensorisches und häufiges Symptom

    Michael Strupp, Thomas Brandt, Marianne Dieterich
    Zusammenfassung
    Schwindel ist keine Krankheitseinheit, sondern ein Leitsymptom, das verschiedene multisensorische und sensomotorische Syndrome unterschiedlicher Pathophysiologie und Ätiologie umfasst. Es lassen sich im Wesentlichen drei Formen unterscheiden:
  3. 2. Periphere vestibuläre Schwindelsyndrome

    Michael Strupp, Thomas Brandt, Marianne Dieterich
    Zusammenfassung
    Anatomisch, pathophysiologisch, funktionell und klinisch lassen sich drei Formen peripherer vestibulärer Störungen mit typischen Symptomen und klinischen Zeichen differenzieren (◘ Tab. 2.1):
  4. 3. Zentrale

    Michael Strupp, Thomas Brandt, Marianne Dieterich
    Zusammenfassung
    Zentrale vestibuläre Schwindelformen entstehen durch Läsionen entlang der vestibulären Verbindungen im Hirnstamm von den Vestibulariskernen in der Medulla oblongata zu den okulomotorischen Kernen und Integrationszentren für die Auge-Kopf-Koordination im Pons und rostralen Mittelhirn sowie zum Vestibulozerebellum, Thalamus und vestibulären Kortex im temporoparietalen Großhirn (Dieterich und Brandt 2015; Baier und Dieterich 2009) (◘ Abb. 3.1). Einerseits kann zentraler vestibulärer Schwindel Begleitsymptom komplexer infratentorieller Syndrome sein mit weiteren (nichtvestibulären) Okulomotorikstörungen und/oder neurologischen Hirnstamm-/Kleinhirnzeichen (z. B. Wallenberg-Syndrom oder Mittelhirninfarkt). Andererseits kann es sich um klar definierte klinische Syndrome unterschiedlicher Ätiologie wie das unilaterale akute zentrale vestibuläre Syndrome (AZVS) oder den Upbeat- und Downbeat-Nystagmus handeln, deren typischer okulomotorischer Befund nur bei bilateralen Hirnstamm- oder zerebellären Funktionsstörungen vorkommt.
  5. 4. Vestibuläre

    Michael Strupp, Thomas Brandt, Marianne Dieterich
    Zusammenfassung
    Die vestibuläre Migräne (VM) ist die häufigste Ursache für rezidivierende spontan auftretende Schwindelattacken bei Erwachsenen und Kindern (► Abschn. 6.1). Der Name VM ist in den letzten 20 Jahren entstanden und geht auf die Charakterisierung von 90 Patienten (Dieterich und Brandt 1999) zurück. Die aktuellen diagnostischen Kriterien des Konsensus Dokuments der Internationalen Bárány-Society für Neurootologie und der Internationalen Kopfschmerzgesellschaft, ICHD, kombinieren die typischen Symptome einer Migräne mit vestibulären Symptomen sowie Ausschlusskriterien (Lempert et al. 2012):
  6. 5. Funktioneller Schwindel

    Michael Strupp, Thomas Brandt, Marianne Dieterich
    Zusammenfassung
    Funktioneller Schwindel ist der neue Begriff für Schwindelsyndrome, die vestibuläre Symptome wie Schwindel, Stand- und Gangunsicherheit aufweisen, ohne dass eine organische Ursache feststellbar ist. Diese wurden früher somatoform oder psychogen genannt (◘ Abb. 5.1). In der Internationalen Klassifikation von Erkrankungen (ICD-11; WHO 2015) wird der Begriff „vestibuläre Symptome“ nun unabhängig von der Ursache für organische, psychiatrische und funktionelle Schwindelformen eingesetzt.
  7. 6. Verschiedene Schwindelsyndrome

    Michael Strupp, Thomas Brandt, Marianne Dieterich
    Zusammenfassung
    Die meisten Schwindelformen und vestibulären Syndrome des Erwachsenen können sich ebenso in der Kindheit manifestieren, weshalb wir in diesem Kapitel die spezifischen Punkte der richtungsgebenden Anamnese, Befunde, Verläufe und der Therapie beim Kind hervorheben. Die Beschreibung der Beschwerden ist bei Kindern jedoch – je nach Alter – weniger präzise als bei Erwachsenen. Auch hängen die Untersuchungsbefunde der Gleichgewichtsfunktion und Okulomotorik bei Kindern (Devaraja 2018) stärker von der konzentrierten Mitarbeit ab.
  8. Backmatter

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Titel
Vertigo - Leitsymptom Schwindel
Verfasst von
Prof. Dr. Michael Strupp
Prof. Dr. Thomas Brandt
Prof. Dr. med. Marianne Dieterich
Copyright-Jahr
2022
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Electronic ISBN
978-3-662-61397-9
Print ISBN
978-3-662-61396-2
DOI
https://doi.org/10.1007/978-3-662-61397-9

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Erschöpfter Mann am Arbeitsplatz/© filadendron / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell), Hirnmetastase eines nichtkleinzelligen Lungenkarzinoms frontal rechts/© Diehl, C., Combs, S.E. / all rights reserved Springer Medizin Verlag GmbH, Bergwanderer im Schnee auf Gipfeltour/© borchee / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)