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01.02.2016 | Originalien | Ausgabe 2/2016

Der Ophthalmologe 2/2016

Verzögerung des Behandlungsbeginns um mehr als 2 Wochen

Relevanz für möglichen Visusgewinn nach Anti-VEGF-Therapie unter Real-Life-Bedingungen (Interimanalyse der prospektiven OCEAN-Studie)

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 2/2016
Autoren:
Prof. Dr. F. Ziemssen, T. Bertelmann, U. Hufenbach, M. Scheffler, S. Liakopoulos, S. Schmitz-Valckenberg
Wichtige Hinweise

Zusatzmaterial online

Eine Liste aller OCEAN-Studienzentren finden Sie online als „Supplementary Material“ unter doi:10.​1007/​s00347-015-0099-2.
Die Autoren stehen stellvertretend für die OCEAN-Studienärzte.

Zusammenfassung

Hintergrund

In der größten deutschen prospektiven ophthalmologischen Versorgungsstudie OCEAN wird die Behandlung vaskulärer Netzhauterkrankungen mit Ranibizumab im Praxisalltag untersucht. In der Studie wurde auf die Beteiligung sowohl operativer Zentren (Ophthalmochirurgen) als auch von Augenärzten geachtet, die selbst keine intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM) durchführen.

Ziel der Arbeit

Die funktionellen Ergebnisse nach Gabe von 3 IVOMs (Upload) wurden in Abhängigkeit des Zeitintervalls von der Erstuntersuchung bis zur ersten IVOM und weiterer Effektgrößen untersucht.

Material und Methoden

In diese Interimanalyse wurden nur zuvor unbehandelte Patienten der OCEAN-Studie eingeschlossen, für die 3 IVOMs vor dem 01.10.2014 [Einführung Einheitlicher Bewertungsmaßstab (EBM)] dokumentiert wurden. Ein möglicher Zusammenhang zwischen Behandlungsverzögerung und begleitenden Faktoren wurde mittels χ2-Test analysiert.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 1333 eingeschlossene Patienten ausgewertet. Die Behandlungsverzögerung betrug im Median 15 Tage (Range: 0 bis 90 Tage). Nach einer Verzögerung von über 28 Tagen war der Visusanstieg signifikant schlechter als mit einem zeitnahen Beginn (≤ 14 Tage). Dabei zeigten Alter, Geschlecht oder Ausgangsvisus keinen Zusammenhang mit dem Ausmaß der Verzögerung. Die Notwendigkeit einer Überweisung durch den primären Behandler, die Diagnostik mittels Fluoreszenzangiographie außerhalb der eigenen Praxis sowie die zugrunde liegende Indikation zogen allerdings Abweichungen des Behandlungsbeginns nach sich.

Diskussion

Für jeden Patienten sollte ein zeitnaher Behandlungsbeginn, d. h. die erste IVOM innerhalb von 14 Tagen entsprechend den Empfehlungen der Fachgesellschaften ermöglicht werden. Indem sich der Zusammenhang so deutlich in Real-life-Daten zeigte, ist die Verantwortung für die Sicherstellung einer schnellen Behandlung von Patienten mit entsprechenden Symptomen zu berücksichtigen.

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