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11.07.2017 | Vestibularisschwannom | Leitthema | Ausgabe 9/2017

HNO 9/2017

Medikamentöse Neuroprotektion in der Vestibularisschwannomchirurgie

Zeitschrift:
HNO > Ausgabe 9/2017
Autoren:
PD Dr. C. Scheller, E. Herzfeld, C. Strauss

Zusammenfassung

Hintergrund

Eine spezifische medikamentöse perioperative Neuroprotektion ist in der Neurochirurgie ein ungelöstes Problem.

Ziel der Arbeit

Es wird ein Überblick über klinische Studien gegeben, bei denen der Kalziumantagonist Nimodipin und Hydroxyethylstärke (HES) bei der Resektion von Vestibularisschwannomen (VS) eingesetzt wurden. Darüber hinaus wird auf potenzielle neuroprotektive Wirkmechanismen sowie auf die Übertragbarkeit des Konzepts auf andere Eingriffe mit einem Risiko für eine postoperative Nervenfunktionsverschlechterung eingegangen.

Material und Methoden

Sämtliche 10 in der Datenbank PubMed gelisteten klinischen Studien, die den genannten Kriterien entsprechen, wurden ausgewertet.

Ergebnisse

Vier monozentrische Studien mit intraoperativem Beginn der Medikation zeigten einen positiven Effekt für den Funktionserhalt des N. facialis und für den Erhalt der Hörfunktion. In einer Pilotstudie wurde festgestellt, dass die prophylaktische der intraoperativen Gabe überlegen ist. In einer prospektiven multizentrischen Phase-III-Studie zeigten sich keine signifikanten Ergebnisse. Die Funktion des N. facialis war in beiden Gruppen ein Jahr nach der Operation exzellent. Allerdings war die Wahrscheinlichkeit für einen Hörverlust in der Kontrollgruppe doppelt so hoch. Durch eine Kombination der Daten der multizentrischen Studie mit der dazugehörigen Pilotstudie konnte, am ehesten durch eine Erhöhung der Fallzahl, ein signifikanter Therapieeffekt für den Erhalt des Hörvermögens nachgewiesen werden.

Schlussfolgerung

Bei präoperativ erhaltenem Hörvermögen kann die prophylaktische Gabe von Nimodipin empfohlen werden. Der genaue Wirkmechanismus von Nimodipin und Modifikationen der Prophylaxe sollten weiter untersucht werden.

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