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24.10.2017 | Leitthema | Ausgabe 12/2017 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 12/2017

Virtuelle Behandlernetzwerke

Neue Ansätze zur Analyse und Veränderung räumlicher Versorgungsunterschiede

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 12/2017
Autoren:
Dr. Dominik von Stillfried, Tatiana Ermakova, Frank Ng, Thomas Czihal

Zusammenfassung

Damit auf unerklärte und unerwünschte regionale Unterschiede der Gesundheitsversorgung gezielt reagiert werden kann, ist es notwendig, die beobachteten Befunde dem Handeln der einzelnen Akteure (Patienten, Ärzte, Krankenhäuser) zuzuordnen. Die verschiedenen Akteure teilen sich in der Regel die Verantwortung für die Versorgungsprozesse und Behandlungserfolge einer Patientenpopulation in virtuellen Behandlernetzwerken („patient-sharing network“, PSN). Art und Umfang der gemeinsamen Behandlung lassen sich anhand von Abrechnungsdaten nachvollziehen. Ein neues Forschungsfeld befasst sich mit der Darstellung der Behandlernetzwerke und deren Bedeutung für die Versorgung.
Der Beitrag gibt einen Überblick, mit welchen Methoden die Netzwerke bisher dargestellt und analysiert wurden und inwieweit ihre Erforschung eine Grundlage für konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung liefern kann. Bisherige Ergebnisse legen nahe, dass nicht primär der Wohnort, sondern Art und Umfang der Kooperation in der Versorgung über den Behandlungserfolg entscheiden. Netzwerktheoretische Methoden („social network analysis“) können die epidemiologisch geprägten Verfahren der räumlichen Versorgung sinnvoll ergänzen. Methodische Fragen zur Abgrenzung relevanter Vernetzungspartner und deren Patientenpopulation sind noch zu klären. Erste Projekte nutzen PSN auch als Interventionsebene, um gezielte Kooperationen zur Verringerung unerwünschter regionaler Versorgungsprozesse herbeizuführen.

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