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22.02.2021 | Virusinfektionen in der Pädiatrie | Originalien | Ausgabe 4/2021 Open Access

Monatsschrift Kinderheilkunde 4/2021

Coronakinderstudien „Co-Ki“: erste Ergebnisse eines deutschlandweiten Registers zur Mund-Nasen-Bedeckung (Maske) bei Kindern

Zeitschrift:
Monatsschrift Kinderheilkunde > Ausgabe 4/2021
Autoren:
Dr. med. Silke Schwarz, Univ.-Prof. Dr. med. Ekkehart Jenetzky, M.Sc. Hanno Krafft, Tobias Maurer, Univ.-Prof. Dr. med. David Martin
Wichtige Hinweise

Redaktion

B. Koletzko, München
T. Lücke, Bochum
E. Mayatepek, Düsseldorf
N. Wagner, Aachen
S. Wirth, Wuppertal
F. Zepp, Mainz

Zusammenfassung

Hintergrund

Bei Kindern- und Jugendlichen häufen sich Narrative über Beschwerden durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Maske). Weltweit existiert bisher kein Register für mögliche Nebenwirkungen von Masken.

Methode

Im Rahmen des www.​Co-Ki.​de Multi-Studienkomplexes wurde ein Online-Register aufgebaut, im dem Eltern, Ärzt*innen, Pädagog*innen und andere ihre Beobachtungen zu den Auswirkungen des Tragens einer Maske bei Kindern und Jugendlichen eintragen können. Am 20.10.2020 wurden 363 Ärzt*innen eingeladen, Eintragungen zu tätigen und auf das Register hinzuweisen.

Ergebnisse

Bis zum 26.10.2020 hatten 20.353 Personen an der Umfrage teilgenommen. Allein die Gruppe der Eltern gab Daten zu 25.930 Kindern ein. Die angegebene durchschnittliche Tragedauer der Maske lag bei 270 min am Tag. Die Eingebenden berichten zu 68 %, dass Kinder über Beeinträchtigungen durch das Maskentragen klagen. Zu den Nebenwirkungen zählten Gereiztheit (60 %), Kopfschmerzen (53 %), Konzentrationsschwierigkeiten (50 %), weniger Fröhlichkeit (49 %), Schul‑/Kindergartenunlust (44 %), Unwohlsein (42 %), Beeinträchtigungen beim Lernen (38 %) und Benommenheit/Müdigkeit (37 %).

Diskussion

Dieses weltweit erste Register zur Erfassung von Auswirkungen des Tragens eines Mund-Nasen-Schutzes bei Kindern und Jugendlichen widmet sich einer neuen Forschungsfrage. Eine Verzerrung im Hinblick auf die präferenzielle Dokumentation besonders schwer betroffener Kinder oder den Schutzmaßnahmen grundsätzlich kritisch gegenüberstehenden Personen lässt sich nicht ausschließen. Die Nutzungshäufigkeit und das Symptomspektrum weisen auf die Wichtigkeit des Themas hin und rufen nach repräsentativen Surveys, randomisierten kontrollierten Studien mit verschiedenen Maskensorten und nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung der Maskenpflicht bei der vulnerablen Gruppe der Kinder.

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