Vitamin-B12-Mangel
- 22.12.2025
- Vitamin-B12-Mangel
- CME mit Partnern
- CME-Punkte
- 2
- Für
- Ärzte
- Zertifizierende Institution
- Bayerische Landesärztekammer
- Zertifiziert bis
- 21.12.2026
- Anzahl Versuche
- 2
Ein Vitamin-B12-Mangel tritt vor allem bei älteren Menschen oft auf. Die häufigsten Ursachen sind eine perniziöse Anämie, eine Malabsorption aufgrund von Arzneimittelinteraktionen sowie ernährungsbedingte Vitamin-B12-Defizite. Neuropsychiatrische Symptome sind die häufigste Manifestation. Sie treten oft relativ früh im Krankheitsverlauf auf, können aber in der Praxis leicht übersehen werden, weil sie initial oft nur leicht ausgeprägt sind. Ein unbehandelter Vitamin-B12-Mangel kann zu schweren neurologischen sowie internistischen Störungen führen, etwa zu einer makrozytären Anämie, einer Kardiomyopathie, zu Infertilität, Demenz, Schlaganfall und Polyneuropathie. Eine rechtzeitige Diagnose und Therapie des Vitamin-B12-Mangels sind daher wichtig, um irreversible Folgen zu vermeiden. Die Behandlung kann sowohl mit hochdosierter oraler Substitutionstherapie als auch parenteral durchgeführt werden, mit vergleichbarem Effekt.
Nachdem Sie diese Lerneinheit absolviert haben,
- kennen Sie die wichtigsten Ursachen des Vitamin-B12-Mangels, vor allem die Medikamente, die den Vitamin-B12 Spiegel beeinflussen können,
- verstehen Sie insbesondere die neurogeriatrische Dimension dieser Erkrankung und die Bedeutung einer niedrigschwelligen Diagnostik in diesem Kollektiv,
- kennen Sie einen möglichen Algorithmus für die sequenzielle Biomarkerdiagnostik, der sich im Alltag bewährt hat,
- können Sie Vor- und Nachteile einer oralen bzw. parenteralen Supplementierung mit Vitamin B12 einschätzen und patientenindividuelle Entscheidungen über den Applikationsweg treffen.
Die Bayerische Landesärztekammer vergibt für diese Fortbildung der Kategorie I 2 Fortbildungspunkte. Die Fortbildung ist damit auch für andere Ärztekammern anerkennungsfähig. Gemäß Diplom-Fortbildungs-Programm (DFP) werden die auf CME.SpringerMedizin.de erworbenen Fortbildungspunkte von der Österreichischen Ärztekammer 1:1 als fachspezifische Fortbildung angerechnet (§26(3) DFP Richtlinie).