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10.02.2021 | Vitrektomie | Leitthema | Ausgabe 3/2021

Der Ophthalmologe 3/2021

Therapie der postoperativen Endophthalmitis

Operieren oder nur injizieren?

Zeitschrift:
Der Ophthalmologe > Ausgabe 3/2021
Autoren:
L. Mautone, C. Skevas, M. S. Spitzer

Zusammenfassung

Hintergrund

Die postoperative Endophthalmitis gehört zu den gefürchtetsten Komplikationen nach einem intraokularen Eingriff. Eine rasche Diagnose sowie Therapieeinleitung sind entscheidend für die Visusprognose, die zudem von den ursächlichen Keimen abhängt. Trotz neuer Erkenntnisse über Prävention und Epidemiologie der Endophthalmitis beruht ein Großteil der Evidenz für die Therapie auf einer einzigen Studie, der Early Vitrectomy Study (EVS), die am Anfang der 1990er-Jahre durchgeführt wurde. In der EVS zeigte sich, dass eine Vitrektomie mit intravitrealer Antibiose erst ab einem Visus von Lichtschein oder schlechter einer alleinigen intravitrealen Antibiose überlegen ist. Systemische Antibiotika hatten keinen positiven Effekt auf den Endvisus. Seitdem haben sich die chirurgischen Techniken weiterentwickelt und auch die medikamentösen Optionen erweitert. Zudem untersuchte die EVS nur Endophthalmitiden nach Kataraktchirurgie und kann somit streng genommen keine Behandlungsempfehlung für Endophthalmitiden anderer Genese abgeben.

Ziel

In dieser Übersicht soll auf die aktuelle Evidenz für die Therapie der postoperativen Endophthalmitis stratifiziert nach der jeweiligen Genese eingegangen werden.

Schlussfolgerungen

Viele Erkenntnisse aus der EVS scheinen bis heute ihre Gültigkeit bewahrt zu haben. Angesichts der Verfeinerung der chirurgischen Techniken, neuer Behandlungsmöglichkeiten, insbesondere der heutzutage zahlreich durchgeführten intravitrealen Medikamenteneingaben und teilweise neuen Antibiotika, wäre es wünschenswert, wenn neue kontrollierte Studien zur Behandlung der Endophthalmitis durchgeführt werden würden.

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