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Kristalloide und Kolloide: Flüssigkeitshomöostase und Toxizität

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Zusammenfassung

Die Flüssigkeitshomöostase ist beim Intensivpatienten besonders wichtig, da die Kompensationsmechanismen sehr eingeschränkt sind. Daher ist eine extrem wichtige Aufgabe des intensivmedizinischen Personals, die Flüssigkeitsbalance einzuschätzen und im Gleichgewicht zu halten. Eine Flüssigkeitsüberladung kann für die Patienten rasch deletäre Folgen haben. Bei den zu wählenden Infusionslösungen werden grundsätzlich kolloidale und kristalloide Lösungen unterschieden. Bei den Kristalloiden haben sich in Deutschland die sog. balancierten Vollelektrolytlösungen gegen die 0,9 %ige Natriumchloridlösung durchgesetzt. Aufgrund der hohen Chloridlast der Kochsalzlösung kommt es zu vermehrten Nebenwirkungen wie Acidose und Nierenschädigung und sogar zur erhöhten Sterblichkeit. Das am weitesten verbreitete Kolloid ist die Hydroxyethylstärke (HES). Der Volumeneffekt der Kolloide ist ungleich höher als bei den Kristalloiden. Allerdings sind Nebenwirkungen, wie anaphylaktische Reaktionen und Nierenschädigungen, nicht selten, sodass bei kritisch Kranken und der Gefahr einer Nierendysfunktion HES-Präparate nur mit großer Einschränkung gegeben werden sollten.
Titel
Kristalloide und Kolloide: Flüssigkeitshomöostase und Toxizität
Verfasst von
PD Dr. Michael Oppert
Publikationsdatum
01.10.2021
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Medizinische Klinik - Intensivmedizin und Notfallmedizin / Ausgabe 8/2021
Print ISSN: 2193-6218
Elektronische ISSN: 2193-6226
DOI
https://doi.org/10.1007/s00063-021-00871-8
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