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Der Schmerz

Vom Nutzen des Schmerzes

Anmerkungen in der Literatur

  • 01.04.2014
  • Schmerzforum
Erschienen in:

Auszug

„Der Schmerz ist durchdringend“, schreibt Thomas Mann, „er enthält ein entehrendes Element … und bedeutet eine solche Erschütterung des Nervensystems, dass er den Atem verschlägt und einem erwachsenen Manne bittere Tränen entpressen kann.“1 Seine „Achtlosigkeit gegen unsere Wertordnung“ steigere seinen Zugriff, so Ernst Jünger.2 Ernst Bloch konstatiert: „Krankes gehört nicht zu uns, ja, es ist etwas schändlich daran, es ist von der Art eines Alps, über Nacht muss es verschwinden … Der schmerzende Zahn soll weg, selbst ein krankes Glied soll weg, da gibt es eine selber wieder kranke Lust des Abschüttelns. Wie bei einem geilen Weib, das sich am liebsten noch die Haut ausziehen möchte … Der Kranke hat so nicht das Gefühl, dass ihm etwas fehlt, sondern dass er etwas zu viel hat. Das Unbehagen soll als ein Herumhängendes, Überflüssiges weg, Schmerz ist wildes Fleisch. Vom Leib wird geträumt, der wieder auch behaglich zu schweigen weiß.“3
Titel
Vom Nutzen des Schmerzes
Anmerkungen in der Literatur
Verfasst von
Prof. Dr. H. Wedler
Publikationsdatum
01.04.2014
Verlag
Springer Berlin Heidelberg
Erschienen in
Der Schmerz / Ausgabe 2/2014
Print ISSN: 0932-433X
Elektronische ISSN: 1432-2129
DOI
https://doi.org/10.1007/s00482-014-1411-9
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