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02.11.2017 | Leitthema | Ausgabe 6/2017

Manuelle Medizin 6/2017

Von der vertieften Anamnese zum gezielten Selbstmanagement

Zeitschrift:
Manuelle Medizin > Ausgabe 6/2017
Autor:
Dr. C. Reich-Rutz

Zusammenfassung

Die Anamnese ist generell wichtig für eine gute klinische Einschätzung des Patienten. Das Potenzial einer vertieften problemorientierten Anamnese liegt darin, dass der Patient das Auftreten seines Problems besser versteht, gezielte Verhaltensanpassungen vornehmen kann, um die Behandlung zu unterstützen, und so mehr Kontrolle über die Problematik erhält. In diesem Beitrag werden erschwerende Aspekte, wie das zeitverzögerte Auftreten von belastungsinduzierten Schmerzen, aufgezeigt, und am Beispiel des Bankkontomodell wird eine Möglichkeit beschrieben, dem Patienten ein Verständnismodell für diese Schmerzlatenz anzubieten. Dieses Verständnis wiederum ist eine wichtige Basis für einen sinnvollen Belastungsaufbau. Multifaktorielle Ursachen, verstärkte Schmerzen frühmorgens und unmerkliche Fremdeinflüsse sind Prototypen häufiger versteckter Zusammenhänge. Anhand von Patientenbeispielen aus dem Bereich der Hals- und Lendenwirbelsäulenproblematik werden typische Anamnesemuster, die auslösenden mechanischen Ursachen und die erfolgten Verhaltensanpassungen dargestellt.

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