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29.07.2020 | Vorhofflimmern | Originalien | Ausgabe 5/2020

Der Kardiologe 5/2020

Haarkortisol als chronischer Stressparameter bei Patienten mit Vorhofflimmern

Zeitschrift:
Der Kardiologe > Ausgabe 5/2020
Autoren:
G. Bashota, Univ.-Prof. Dr. med. H.-J. Trappe

Zusammenfassung

Hintergrund

Vorhofflimmern gilt weltweit als die häufigste Rhythmusstörung. Es wird berichtet, dass Stress als ein unspezifischer Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse und Erkrankungen gilt. Die Bestimmung von Kortisol in den Kopfhaaren ermöglicht eine Darstellung der Kortisolexposition in den letzten Monaten und wird daher als Langzeitparameter bei der Stressmessung genutzt. Ob ein Zusammenhang zwischen Haarkortisol als chronischem Stressparameter und Vorhofflimmern als akut kardiovaskulärem Ereignis besteht, wurde bisher nicht untersucht.

Patienten und Methoden

Es wurden insgesamt 40 Patienten mit elektrokardiographischer Erstdiagnose von Vorhofflimmern und darüber hinaus 80 Probanden ohne Vorhofflimmern als Vergleichsgruppe in die Studie eingeschlossen. Zwischen beiden Gruppen gab es hinsichtlich der demografischen Daten (Alter, Geschlecht, BMI, Risikofaktoren) keine signifikanten Unterschiede, wenngleich Patienten mit Vorhofflimmern signifikant häufiger kardiale Vorerkrankungen hatten als in der Vergleichsgruppe (p < 0,001). Die Auswertung der Haarproben erfolgte mittels Chemilumineszenzassay (LC-MS).

Ergebnisse

Patienten mit Vorhofflimmern zeigten gegenüber den gesunden Probanden keine signifikant erhöhten Haarkortisolkonzentrationen (HCC; p = 0,847). Eine mittlere bis hohe signifikante Korrelation zeigte sich zwischen der RDW („red blood cell distribution width“) und der HCC (r = 0,427, p ≤ 0,001). Ein positiver Zusammenhang bestand zwischen der HCC, einer erhöhten LDL-Cholesterin-Konzentration (p = 0,276) sowie einer erniedrigten HDL-Cholesterin-Konzentration (p = 0,215).

Schlussfolgerungen

Anhand der in dieser Studie erhobenen Daten ergibt sich kein Anhalt für einen klinischen Nutzen der Bestimmung der HCC-Werte bei Patienten mit Vorhofflimmern. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere langfristige metabolische Veränderungen mit Kortisolerhöhungen in den Haaren einhergehen.

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