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Intimhautpflege bei Hautveränderungen und nach onkologischen Behandlungen

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Auszug

Nach der Behandlung von Tumoren im Intimbereich ist die besonders empfindliche Haut häufig durch Narbenbildung verändert, was mit Spannungsgefühlen und Schmerzen einhergehen kann. Eine kontinuierliche Pflege der Intimhaut kann unangenehme Symptome lindern. Gutartige kleine Hautveränderungen an der Vulva könnten bereits Vorboten verschiedener, auch invasiver, Tumoren sein, warnte Prof. Monika Hampl, Köln-Hohenlind. Starker Juckreiz sei dabei ein wichtiges Symptom, das Patientinnen häufig verschweigen würden – zum Teil auch aus Scham, so Hampl. Es sei entscheidend, bei Vorsorgeuntersuchungen wachsam zu sein, um Hautveränderungen im gutartigen Stadium erkennen und behandeln zu können. Zur Vorsorge sei immer eine komplette Inspektion der Vulva mit vorderer Kommissur, Urethra, Damm, Scheide und Cervix wichtig, empfahl Hampl. Laut Expertin könnten gutartige Veränderungen gut mit einer Kombination aus einer Basispflege aus rückfettender Salbe, Pflegecreme und seifenfreier Waschlotion (Deumavan®) und entzündungshemmenden Glukokortikoiden oder mit Calcineurininhibitoren dauerhaft lokal behandelt werden. Das wird ebenfalls in der Leitlinie zum Lichen sclerosus empfohlen [AWMF-Reg.-Nr. 013-105]. Auch nach erfolgter Strahlentherapie eines Vulvakarzinoms können verschiedene Symptome wie Rötung, Juckreiz und spannende oder schuppende Haut ebenso wie die Narben nach operativer Entfernung eines Vulvakarzinoms mit feuchtigkeitsspendenden Cremes behandelt und massiert werden, erklärte Hampl. Die kontinuierliche Hautpflege sei neben psychoonkologischer und gynäkologischer Versorgung ein wichtiger Bestandteil der Krebsnachsorge, um nach invasiven Eingriffen Folgebeschwerden zu lindern, bestätigte Martina Winter, Berlin. …
Titel
Intimhautpflege bei Hautveränderungen und nach onkologischen Behandlungen
Verfasst von
Mira Istvánffy
Publikationsdatum
03.12.2025
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Uro-News / Ausgabe 12/2025
Print ISSN: 1432-9026
Elektronische ISSN: 2196-5676
DOI
https://doi.org/10.1007/s00092-025-6832-5

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