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05.06.2019 | Wachstum und Wachstumsstörungen | Leitthema | Ausgabe 6/2019

Der Orthopäde 6/2019

Wachstumsschmerzen

Ursprung, Bedeutung und Behandlung

Zeitschrift:
Der Orthopäde > Ausgabe 6/2019
Autoren:
Dr. S. Adolf, S. Braun, A. Meurer

Zusammenfassung

Hintergrund

Beinschmerzen sind ein häufiger Konsultationsgrund in der kinderorthopädischen Sprechstunde. Es können Kinder jeden Alters betroffen sein, wobei die meisten Patienten dem Vorschul- und Grundschulalter zugehörig sind. Da es bei Kindern und Jugendlichen abseits der im Rahmen des Wachstums auftretenden harmlosen Wachstumsschmerzen verschiedene z. T. auch schwerwiegende Differenzialdiagnosen gibt, die ähnliche Beschwerden hervorrufen können, ist eine gründliche Anamneseerhebung sowie klinische Untersuchung maßgeblich.

Pathogenese

Die Ursache der Wachstumsschmerzen ist bis heute trotz einiger intensiver wissenschaftlicher Arbeiten nicht geklärt. Es spielen eine Vielzahl an möglichen Faktoren auf anatomischer, metabolischer oder funktioneller Basis eine Rolle, so existieren verschiedene Theorien zu seiner Entstehung.

Diagnostik

Wachstumsschmerzen stellen eine Ausschlussdiagnose dar. Bei klinischem Verdacht auf eine mögliche organische Ursache der Beschwerden sollte eine erweiterte Diagnostik der Betroffenen erfolgen. Wachstumsschmerzen treten wesentlich nächtlich auf und sind stets selbstlimitierend.

Therapie

Therapeutisch können milde Schmerzmittel bei stärker beeinträchtigen Patienten zum Einsatz kommen. Weitaus wichtiger ist die Aufklärung der betroffenen Familien darüber, dass es sich prinzipiell um ein harmloses Schmerzbild handelt. Mit beruhigen Worten und körperlichen Entspannungsübungen sowie Massage und Dehnung der Beinmuskulatur lässt sich auch nichtmedikamentös eine deutliche Reduktion der Schmerzen erreichen.

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