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28.03.2019 | Leitthema | Ausgabe 5/2019 Open Access

Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz 5/2019

Wahrnehmung des Klimawandels durch die Bevölkerung und Konsequenzen für die Risikokommunikation

Zeitschrift:
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz > Ausgabe 5/2019
Autoren:
PhD Natalie Berger, Dr. Ann-Kathrin Lindemann, PD Dr. Gaby-Fleur Böl
Wichtige Hinweise
N. Berger und A.-K. Lindemann haben zu gleichen Teilen zu dieser Publikation beigetragen.
Der Originalartikel wurde korrigiert: Die Legende von Tabelle 2 wurde fehlerhaft wiedergegeben.

Zusammenfassung

Der menschengemachte Klimawandel geht mit einer Reihe von Wetter- und Umweltveränderungen einher, die das Ausmaß bestimmter gesundheitlicher Risiken beeinflussen können. Der Beitrag gibt einen Überblick über die Herausforderungen, die sich bei der Kommunikation über diese gesundheitlichen Risiken ergeben. Dabei werden theoretische Überlegungen mit den Ergebnissen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage in Beziehung gesetzt, in der 1018 Personen ab 14 Jahren zum Thema Klimawandel und zu den damit verbundenen gesundheitlichen Risiken befragt wurden.
Laut Umfrageergebnissen ist eine Mehrheit der Bevölkerung davon überzeugt, dass der Klimawandel tatsächlich stattfindet. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass die Befragten dem Thema mit psychologischer Distanz begegnen. Zudem spielen gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel in der Wahrnehmung der Befragten eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.
Die theoretischen Überlegungen in Verbindung mit den empirischen Ergebnissen verdeutlichen, dass gezielte Kommunikationsmaßnahmen nötig sind, um die Bevölkerung für gesundheitliche Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu sensibilisieren. Dabei bedarf es nicht nur eines umfassenden Informationsangebots, sondern auch Anleitungen und Handlungspläne zur praktischen Umsetzung des Wissens. Kommunikationsmaßnahmen sollten Faktoren berücksichtigen, welche die Risikowahrnehmung sowie die Handlungsbereitschaft beeinflussen können, und in ein strategisches Kommunikationskonzept eingebettet sein, welches die Ansprache unterschiedlicher Zielgruppen ermöglicht.

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