Der häufig diskutierte Theorie-Praxis-Graben ist eine Metapher, die aus einer sportwissenschaftlichen Perspektive die schwierige Kommunikation und fehlende Akzeptanz in der Sportpraxis beschreibt. Aus einer sportpraktischen Perspektive handelt es sich um einen Praxis-Theorie-Graben in der Sportwissenschaft, der jedoch mit denselben Schwierigkeiten konfrontiert ist. Der Anspruch einer anwendungsnahen Sportwissenschaft und damit das Überwinden des Grabens aus beiden Richtungen bedingt die explizite Wertschätzung der jeweils anderen Expertise bzw. domainspezifischen Erfahrung und die Akzeptanz der eigenen Erfahrungsgrenzen in einem konstruktiven und zielführenden Diskurs.