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30.09.2014 | Sonderheft 5/2014

MMW - Fortschritte der Medizin 5/2014

Warum setzen Patienten eigenmächtig ärztlich verordnete Medikamente wieder ab?

Zeitschrift:
MMW - Fortschritte der Medizin > Sonderheft 5/2014
Autor:
Prof. Dr. med. Konrad Wink
Wichtige Hinweise
Für die AFU: Prof. Dr. med. Konrad Wink, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg, Arzt für Innere Medizin/Kardiologie, Gengenbach
*Arbeitsgemeinschaft forschender niedergelassener Ärzte am Universitätsklinikum Freiburg (AFU), Lehrbereich Allgemeinmedizin (Leiter: Prof. Dr. med. W. Niebling): U. Barth, H. Böckmann, A. Feige, L. Fleischer, M. Gürtler, H. Hartmann, K. Herlan, W. Hüther, S. Jühling, U. Köhrle, G. Liebhaber, W. Niebling, N. Räpple, S. Ring, W. Schäfer, M. Schäffner, S. Schott und J. Puf-Schott, A. von Luckner, K. Wink
This article is part of a supplement not sponsored by the industry.

Interessenkonflikt

Konrad Wink erklärt, dass kein Interessenkonflikt besteht.

Zusammenfassung

Hintergrund:

Der Erfolg, eine Krankheit zu verhüten, zu bessern, Folgen zu verhindern ist abhängig von der adäquaten Dauer der Medikamenteneinnahme und kann durch eigenmächtiges Absetzen von Seiten des Patienten in Frage gestellt werden.

Methode:

Wir haben deshalb als praktizierende Ärzte und Vertrauenspersonen der Patienten nachgefragt, ob Medikamente eigenmächtig abgesetzt wurden und auch versucht, die Gründe für das Absetzen zu ermitteln.

Ergebnisse:

In 19 Arztpraxen gaben von 250 Patienten 54,8% an, Medikamente wegen Nebenwirkungen eigenmächtig abgesetzt zu haben, 45,2% jedoch aus anderen Gründen. Die meisten Nebenwirkungen, die zum Absetzen führten, waren der Fachinformation zu entnehmen. Es wurden aber auch Nebenwirkungen genannt, die nicht in den Fachinformationen erwähnt waren und die eventuell Signalwirkung besitzen. Für das Absetzen von Medikamenten, das nicht in Zusammenhang mit Nebenwirkungen stand, gab es sehr viele unterschiedliche Gründe, die aber nachvollziehbar waren und sich möglicherweise verhindern lassen.

Schlussfolgerung:

Auf mögliche Nebenwirkungen durch Medikamente muss durch die Ärzteschaft aufmerksam gemacht und eine Nutzen-Risiko-Relation aufgezeigt werden. Andere Gründe als Nebenwirkungen, weswegen Medikamente abgesetzt wurden, erfordern neben Bemühungen der Ärzteschaft auch die Hilfe der Angehörigen, Gesundheitsberufler, Krankenversicherungen und Gesundheitsbehörden.

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Literatur
Über diesen Artikel

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