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Was hätte ich gern vor der Weiterbildung gewusst?

Tipps von Ärzt*innen in Weiterbildung Allgemeinmedizin für Studierende

  • Open Access
  • 12.01.2026
  • Originalien

Zusammenfassung

Hintergrund

Die Weiterbildung (WB) Allgemeinmedizin stellt Ärzt*innen in Weiterbildung (ÄiW) vor besondere organisatorische Herausforderungen, u. a. da die Weiterbildungsordnung (WBO) mehrere Stellenwechsel vorsieht. Ziel dieser Studie war es, von ÄiW zu erfahren, welche Tipps und Hinweise sie gern vor Beginn der WB gehabt hätten, um besser auf die WB und eine spätere hausärztliche Tätigkeit vorbereitet zu sein.

Material und Methoden

Im Oktober 2024 wurden 509 ÄiW des E‑Mail-Verteiler des Berliner Kompetenzzentrums Weiterbildung zu einer Online-Umfrage eingeladen. Die Umfrage bestand aus einer einzelnen, offenen Frage: „Was hätte ich gern vor Beginn meiner Weiterbildung gewusst und leider erst später erfahren/verstanden?“. Die initial genannten Aspekte wurden nach der thematischen Analyse [1] in Themenbereiche kategorisiert. Die Themenbereiche und dazugehörigen Beispiele wurden erneut an die ÄiW gesandt mit der Bitte, die einzelnen Hinweise zu kommentieren und ggf. fehlende Aspekte zu ergänzen.

Ergebnisse

32 ÄiW beantworteten die Umfrage initial und lieferten 114 einzelne Aspekte zur genannten Frage. Die genannten Aspekte konnten in neun Themenbereiche kategorisiert werden. 12 ÄiW kommentierten die bereits genannten Themenbereiche und ergänzten fehlende Aspekte. Die meisten Hinweise betrafen die Organisation der WB, gefolgt von Hinweisen zu Anforderungen der WBO und arbeitsrechtlichen Aspekten. Des Weiteren wurden Tipps zu Arbeitsbedingungen und zur Perspektive nach der WB, zu Unterstützungsstrukturen während der WB sowie zum Gesundheitssystem gegeben.

Schlussfolgerung

Mit einem methodisch pragmatischen Design wurden wertvolle Tipps und Erfahrungen von ÄiW für Studierende vor Beginn der WB gesammelt. Die Ergebnisse sind deutschlandweit nutzbar und können den Einstieg in die WB erleichtern. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass Studierende wenig Gelegenheit haben, die ambulante Tätigkeit und ambulant tätige Ärzt*innen zu erleben, ist die Weitergabe von Tipps zur Karriereplanung z. B. über solch eine Themensammlung wichtig. Sie stellt eine sinnvolle Ergänzung zur persönlichen Erfahrungsweitergabe in der ambulanten Ausbildung dar.

Zusatzmaterial online

Die Online-Version dieses Beitrags (https://doi.org/10.1007/s44266-025-00493-9) enthält eine Tabelle mit einer Ergebnisdarstellung aller ausgewerteten Aussagen inklusive Ergänzungen zum Artikel.
Zusatzmaterial online – bitte QR-Code scannen

Hinweis des Verlags

Der Verlag bleibt in Hinblick auf geografische Zuordnungen und Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutsadressen neutral.

Ausgangssituation

Die Weiterbildung (WB) Allgemeinmedizin ist durch häufige Stellenwechsel gekennzeichnet. Dies stellt Ärzt*innen in Weiterbildung (ÄiW) vor organisatorische Herausforderungen. Die Vorgaben zur WB sind in den jeweiligen Weiterbildungsordnungen (WBO) der Landesärztekammern (LÄK) geregelt und fundieren auf der Muster-WBO der Bundesärztekammer [2].

Vorbereitung im Studium

Im Studium findet wenig Vorbereitung auf die Organisation der WB und die verschiedenen Karriereoptionen statt. Die Wahl der Fachrichtung hängt von verschiedenen Faktoren ab [312]. Ein frühzeitiger und kontinuierlicher Kontakt mit Rollen-Modellen sowie das positive Erleben des Berufsbilds sind z. B. Motivatoren für die Wahl eines bestimmten Fachs. In den meisten medizinischen Fakultäten und deren Curricula macht die ambulante Ausbildung im Vergleich zur stationären einen geringeren Anteil aus. Der Kontakt mit ambulant tätigen Lehrenden und somit die Möglichkeit, Rollen-Modelle kennenzulernen und von deren Erfahrungen zu profitieren, ist demnach oft nur punktuell gegeben. Van den Busche formuliert dazu [13]: „Dies trägt dazu bei, dass der studentische Nachwuchs eine Prägung weg von der Grundversorgung hin zur Maximalversorgung erfährt.“ In der Literatur wird zudem beschrieben, dass Ausbilder*innen anderer Fachrichtungen z. T. negative Perspektiven auf die Allgemeinmedizin vermitteln [14, 15].
Wenn es gelingt, Studierende bereits früh im Studium für die Allgemeinmedizin zu gewinnen und sie mit relevanten Informationen zu diesem Karriereweg auszustatten, kann dies einen Beitrag zur langfristigen Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung leisten. Fink et al. [11] beschreiben den Zusammenhang zwischen einer frühen Entscheidung für die Fachrichtung Allgemeinmedizin und einer kürzeren Weiterbildungsdauer.
Am Institut für Allgemeinmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin wird seit vielen Jahren einmal pro Semester die Veranstaltung „Karriere in der Allgemeinmedizin“ angeboten, um über diesen Karriereweg zu informieren. Ebenso wurde ein Mentoring-Angebot für PJ-Studierende mit Interesse an der Allgemeinmedizin implementiert, bei dem ÄiW als Mentor*innen fungieren. In diesem Format wurde der Wunsch geäußert, mehr über Fallstricke und Hürden beim Einstieg und der Organisation der allgemeinmedizinischen WB zu erfahren.
Bekannte Herausforderungen für ÄiW der Allgemeinmedizin sind neben den häufig erforderlichen Stellenwechseln v. a. Defizite in der Qualität der WB wie z. B. fehlende kontinuierliche Supervision und Begleitung sowie ein Mangel an strukturierten Curricula [4, 16, 17]. Laut der KarMed-Studie [13] schließen nur 14 % der ÄiW ihre Weiterbildung Allgemeinmedizin nach sechs Jahren ab, was unter anderem mit der mangelnden Strukturierung der WB erklärt wird [18]. Fink et al. [11] berichten eine Weiterbildungsdauer von etwa zehn Jahren in der Allgemeinmedizin.

Fragestellung

Uns ist keine Studie bekannt, in der erfasst wird, was ÄiW erst später in der WB erfahren bzw. verstanden haben und was ihrer Einschätzung nach hilfreich für die Karriereplanung gewesen wäre. Diese wertvolle Möglichkeit der Erfahrungsweitergabe insbesondere zur Organisation der WB war der Ausgangspunkt für die hier realisierte Befragung. Das Ziel bestand darin, eine Liste mit Tipps und Ratschlägen zum Einstieg in die WB zu entwickeln, die Studierenden zur Verfügung gestellt werden kann. Die Forschungsfrage lautet: Was hätten ÄiW gern vor Beginn der WB gewusst, aber erst später erfahren?

Methode

Im Oktober 2024 wurden 509 ÄiW, die im Verteiler des Kompetenzzentrums Weiterbildung (KW) Berlin waren, zu einer Online-Umfrage per E‑Mail eingeladen. Die Umfrage, die mittels Microsoft Forms realisiert wurde, bestand aus einer offenen Frage mit Freitextantwort: „Was hätte ich gern vor Beginn meiner Weiterbildung gewusst und leider erst später erfahren/verstanden?“. Es wurden keine personenbezogenen Daten erhoben, alle Angaben waren anonym. Die Auswertung der Rückmeldungen orientierte sich an der thematischen Analyse von Braun und Clarke [1]. Nach Sichtung des Materials kategorisierten die Autorinnen die Aspekte induktiv in Themenbereiche und definierten Unterthemen mit jeweils einem Satz. Diese Kategorisierung und erklärende Beispiele wurden im Dezember 2024 erneut an den Verteiler der ÄiW gesandt. In dieser zweiten Phase wurden die ÄiW gebeten, die genannten Aspekte auf Vollständigkeit zu prüfen, Fehlendes zu ergänzen und Widersprüchliches zu kommentieren. Diese Rückmeldungen wurden zur Überarbeitung des Kategoriensystems genutzt. Zitate, die die ursprüngliche Fragestellung nicht beantworten, wurden entfernt, und die Kategorisierung wurde konsentiert.
Formale oder rechtliche Aspekte, die den Autorinnen als falsch oder überholt erschienen, wurden zur Kommentierung an die LÄK und die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin weitergegeben, damit im Ergebnis nur richtige Aussagen aufgenommen werden.

Ergebnisse

Auf die Frage „Was hätte ich gern vor Beginn meiner Weiterbildung gewusst und leider erst später erfahren/verstanden?“ antworteten 32 ÄiW. Ihre Aussagen wurden in einzelne Aspekte aufgeteilt und anschließend in neun Themenbereiche kategorisiert: Anforderungen der WBO, Arbeitsbedingungen in der WB, Organisation der WB, (arbeits)rechtliche Aspekte, Unterstützungsstrukturen für die WB, Finanzielles, (ambulantes) Gesundheitssystem, Perspektiven nach der WB und Weiteres. Zu jedem Themenbereich wurden Unterthemen definiert. Anmerkungen, die nicht zur Fragestellung passten, flossen nicht in die Auswertung mit ein.
In einer zweiten Phase kommentierten 12 ÄiW die Themen und Unterthemen und nannten weitere Einzelaspekte. Nach der weiteren Analyse blieben die neun Themenbereiche erhalten, die Unterthemen wurden ergänzt und teilweise neu angeordnet.
In Tab. 1 sind die neun Themenfelder inklusive der Unterthemen und exemplarischer Einzelaspekte dargestellt.
Tab. 1
Was hätte ich gern vor Beginn der Weiterbildung gewusst?
Oberthema
Unterthema
Einzelaspekte (sofern zutreffend)
Anforderungen der WBO
WBO & Befugnisse
Weiterbildungsordnung kennen; auf Aktualisierungen der WBO und des Logbuchs achten (verschiedene Versionen)
Selbst Weiterbildungsbefugnis prüfen und auf die Anrechenbarkeit von Abschnitten achten (notwendige Mindestweiterbildungszeit, welche Befugnis gilt für welchen Abschnitt)
Logbuch
Bei Stellensuche auf fehlende Weiterbildungsinhalte achten (z. B. Sonos); Inhalte des Logbuchs müssen bei den Stellen absolviert werden können
Vorgaben der Weiterbildungsordnung z. T. schwer in Praxis erfüllbar
WBO & Bundeslandwechsel
Weiterbildungsordnungen der Bundesländer sind sehr unterschiedlich, möglichst nur in einem Bundesland abschließen VS. WBO/Logbücher der Bundesländer vergleichen, ggf. bewusster Bundeslandwechsel sinnvoll; nach der WBO der letzten Station der Weiterbildung planen und dementsprechendes Logbuch ausfüllen lassen
Arbeitsbedingungen in der Weiterbildung
Lernziele & Weiterbildungsziele
Weiterbildung erfordert Eigeninitiative; (von Beginn an) aktiv und kontinuierlich Weiterbildung einfordern, damit benötigte Inhalte gelernt werden können; vor Stellenantritt bzw. zu Beginn klare Absprachen zu Lernzielen und Supervision treffen
Gestaltung der Arbeitszeit
Für ÄiW keine zu enge Taktung der Patientenkontakte; Zeit für Arbeit ohne Patienten sollte eingeplant werden
Organisation der Weiterbildung
Planung der Rotationen als Herausforderung
Man muss die Weiterbildung allein planen; häufige Stellenwechsel sind bereichernd und herausfordernd
Reihenfolge der Rotationen
Sinnvolle Reihenfolge von Weiterbildungsabschnitten (stationär vor ambulant); Klinikzeit besser, bevor man Kinder bekommt VS. Ambulant vor stationär kann auch sinnvoll sein
Strategien bei der Stellensuche
Gute Stellen über Netzwerke bekommen; langfristige Stellensuche bei guten Praxen; Bauchgefühl bei Hospitationen wichtig für die Entscheidung für/gegen eine Stelle
(Arbeits‑)Rechtliche Aspekte
Rund um den Arbeitsvertrag
Gehalt, Arbeitszeit, Urlaub, Fortbildungszeit sind verhandelbar; Arbeitsvertrag im Vorfeld prüfen lassen
Arbeit in der Praxis
Notwendige Anwesenheit der Weiterbilder*innen
(An‑)Recht auf Ausbildung; ÄiW sind kein Facharzt-Ersatz
Verschiedene Regelungen
Rechten und Pflichten bzgl. Schwangerschaft kennen (inkl. finanzieller Aspekte)
Regelung zu Krankentagen & Weiterbildungszeiten kennen
Arbeitslosenregelung bei befristeten Verträgen kennen
Allgemeines zur ärztlichen Tätigkeit
Was sich nicht legal anfühlt, ist es teilweise auch nicht; Rechtliches selbst (nach)prüfen
Unterstützungsstrukturen für die Weiterbildung
Kompetenzzentrum, WABe*, Vernetzung mit ÄiW
Vernetzung mit ÄiW; KW und WABE von Anfang an (bzw. so früh wie möglich) nutzen; Mentoring nutzen
Finanzielles
Gehalt in der Praxis
Gehalt verhandeln entsprechend dem, was man seiner Praxis einbringt VS. kritischer Blick auf Gehaltsforderungen als ÄiW, da Fachärzt*innen nicht viel mehr verdienen
Kosten für Pflichtfortbildungen
Fortbildungen müssen selbst gezahlt werden; Geld für verpflichtende Zusatzkurse zurücklegen
(Ambulantes) Gesundheitssystem
Wissen um Praxisfinanzen/Abrechnung in der Weiterbildung
Wissen um KV-System, Budgets, Versorgungsmodelle
Strukturen des Gesundheitswesens kennen, Kenntnis über Abläufe z. B. bei BG-Fällen, Kuren und Reha, Fragen der Kostenübernahme
Perspektiven nach der Weiterbildung
Arbeitsmöglichkeiten ohne Kassenzulassung kennen VS. Arbeiten im ärztlich geführten MVZ mit Gewinnbeteiligung ist attraktiv VS. die eigene Niederlassung lohnt sich
Weiteres
Freude an hausärztlicher Medizin (tolles Fachgebiet, Freude an der Arbeit mit Menschen, gute Work-Life-Balance)
Umgang mit Wissenslücken: Das Studium ist gute Basis, alles andere lernt man beim Tun; Fachwissen kann nachgeschlagen werden, Unwissenheit gegenüber Patient*innen transparent machen
„VS.“ zeigt an, dass hier widersprüchliche Aussagen gemacht wurden
*WABe regionale Gruppe der Jungen Allgemeinmedizin Deutschland in Berlin („Weiterbildung Allgemeinmedizin Berlin“)
In Tab. 2 im elektronischen Zusatzmaterial dieses Artikels sind neben den neun Themenfeldern und dazugehörigen Unterthemen alle Einzelaspekte enthalten.

Anforderungen der WBO

In Bezug auf die Anforderungen der WBO betonten die ÄiW, dass die Inhalte der WBO bekannt sein sollten und dass dabei auf die richtige Version geachtet werden müsse. Zudem sollten die ÄiW die Weiterbildungsbefugnis ihrer Weiterbilder*innen sowie die Anrechenbarkeit von Weiterbildungsabschnitten vor Antritt einer Stelle prüfen:
„Weiterbildungsordnung anschauen.“ (ÄiW 1,23)
Bei der Stellensuche sollte auf fehlende Inhalte im Logbuch geachtet und geprüft werden, ob diese vor Ort absolviert werden können. Zusätzliche Anforderungen des Logbuchs wie z. B. Extrakurse sollten bekannt sein. Teilweise wurden die Vorgaben des Logbuchs als nicht bzw. kaum erfüllbar beschrieben.
„Das Logbuch ist superwichtig – schon früh darauf achten, dass alle Inhalte über die Stellen abgedeckt sind.“ (ÄiW 1,24)
Unterschiedliche Ansichten hatten die ÄiW in Bezug auf einen Bundeslandwechsel in der WB: Zum Teil wurde dazu geraten, die WB möglichst nur in einem Bundesland zu absolvieren. In der zweiten Erhebungsphase wurde diese Aussage wie folgt kommentiert:
„Ich finde die Aussage, dass man möglichst nur in einer Ärztekammer die Weiterbildung absolvieren sollte, schwierig. Wichtig ist, dass man die Logbücher gewissenhaft vergleicht und ggf. kann in Berlin auch ein Wechsel nach Brandenburg vorteilhaft sein. Das ist von der jeweiligen Situation abhängig.“ (ÄiW 2,1)

Arbeitsbedingungen in der WB

Die ÄiW beschrieben, dass die WB Eigeninitiative erfordere und dass WB vor Ort aktiv eingefordert werden sollte.
„Weiterbildungsinhalte müssen i. d. R. immer wieder aktiv eingefordert werden, sonst finden sie leider oft nicht statt … Besprecht möglichst schon zu Beginn des jeweiligen Weiterbildungsverhältnisses anhand Eurer Logbücher, welche Inhalte ihr ganz konkret benötigt und wie diese innerhalb der Weiterbildungszeit umgesetzt werden können! Und dann hakt immer wieder mal nach …“ (ÄiW 1,29)
In Bezug auf die Gestaltung der Arbeitszeit wurde betont, dass die Taktung der Patient*innen nicht zu eng sein sollte und dass ausreichend Zeit für WB und Aufgaben neben der Sprechstunde eingeplant werden sollte.
„Dass es nicht normal ist, im 10 min Takt plus Akutsprechstunde zu arbeiten.“ (ÄiW 1,7)
„Ausreichend Zeit für Selbststudium/Recherche/Fallbesprechung/Nacharbeiten-Nachdokumentieren sollte fest im Terminplan eingetragen werden.“ (ÄiW 2,10)

Organisation der WB

Die ÄiW beschrieben die Planung der einzelnen Rotationen als Herausforderung, die aber auch Chancen birgt. Sie fühlten sich teilweise auf sich allein gestellt.
„Dass es viel cooler ist, andauernd die Arbeitsstelle zu wechseln, statt wie in anderen Fächern vier, fünf Jahre am Stück irgendwo zu sein – dass es aber auch verdammt anstrengend sein kann.“ (ÄiW 1,5)
In Bezug auf die Reihenfolge der Rotationen gab es sowohl Stimmen, die stationäre Abschnitte zu Beginn der WB empfehlen, als auch Stimmen, die die umgekehrte Reihenfolge für sinnvoll halten.
„Günstige Reihenfolge von Weiterbildungsabschnitten, damit es Sinn ergibt (stationär vor ambulant).“ (ÄiW 1,1)
„ambulant vor stationär kann auch sehr sinnvoll sein – sinnvoll zu wissen, was man will“ (ÄiW 2,6)
Außerdem teilten die ÄiW Strategien für die Stellensuche. Netzwerke sollten genutzt werden. Da gute WB-Praxen eher langfristig planen, ist eine frühzeitige Bewerbung sinnvoll. Zudem wurde empfohlen, Hospitationen zu absolvieren und es wurde appelliert, auf das Bauchgefühl zu vertrauen.

(Arbeits‑)Rechtliche Aspekte

Hinsichtlich der Arbeitsverträge wurden Verhandlungsmöglichkeiten bezüglich Gehalt, Urlaub oder Arbeits- und Fortbildungszeit hervorgehoben. Zudem wurde eine (rechtliche) Prüfung der Verträge im Vorfeld empfohlen.
„Verkaufe dich nicht unter Wert. Du kannst bei Stellen im ambulanten Bereich auch verhandeln und nicht nur um mehr Geld. Zum Beispiel: freien Tag, freie Zeit für Hospitationen, weniger Sprechstundenzeit!“ (ÄiW 1,7)
Einige ÄiW waren der Meinung, dass sie grundsätzlich ohne Weiterbilder*in in der Praxis arbeiten dürfen, während andere die notwendige Anwesenheit eines/einer Weiterbilder*in betonten. Letzteres wurde den Autorinnen dieses Artikels von der KV Berlin bestätigt.
„Ich darf nur Patienten behandeln, wenn mein Weiterbilder in der Praxis anwesend ist.“ (ÄiW 2,6)
Die ÄiW betonten, dass sie ein Recht auf Weiterbildung haben und nicht als Ersatz für Fachärzt*innen herhalten wollen.
„Dass ich nicht nur eine billige Arbeitskraft bin, sondern ein Recht auf Ausbildung habe.“ (ÄiW 1,8)
Einige ÄiW hielten es für wichtig, dass Regelungen zur Schwangerschaft in der WB, zu Fehlzeiten und zu Arbeitslosigkeit nach einem befristeten Vertrag bekannt sind.
Außerdem betonten die ÄiW die eigene Verantwortung, sich bei rechtlichen Fragen selbst zu informieren und auf das eigene Bauchgefühl zu vertrauen.
„Die Weiterbilder kennen sich häufig selbst rechtlich nicht so gut aus, lieber nochmal absichern.“ (ÄiW 2,6)

Unterstützungsstrukturen für die WB

Positiv hervorgehoben wurden die Vernetzung mit anderen ÄiW sowie die Angebote des KW und der Berliner regionalen Gruppe der Jungen Allgemeinmedizin Deutschland (JADE) „WABe“.
„Sich mit anderen ÄiWs vernetzen – in der Praxis ist man häufig der einzige AiW. Es entstehen tolle Freundschaften!“ (ÄiW 2,6)
„Ich habe das Kompetenzzentrum erst recht spät kennengelernt – leider, fand ich super, hätte ich gerne früher besucht.“ (ÄiW 2,9)

Finanzielles

Die ÄiW gaben den Tipp, das eigene Gehalt zu verhandeln. Dabei wurde das Verhältnis zwischen dem Gehalt der ÄiW und dem von Fachärzt*innen teilweise kritisch gesehen.
„immer im Blick behalten, wieviel Geld man seiner Praxis verdient, adäquat verhandeln“ (ÄiW 2,6)
Als finanzielle Belastungen wurden Pflichtfortbildungen wahrgenommen sowie die erschwerte Familienplanung bei befristeten ambulanten Stellen.

(Ambulantes) Gesundheitssystem

In Bezug auf das Gesundheitswesen wurden verschiedene Aspekte genannt, die gern vor Beginn der WB bekannt gewesen wären. Dazu zählen Kenntnisse über Praxisfinanzen und Abrechnung, das Wissen um das KV-System, Budgetierung und vorhandene Praxisformen sowie Abläufe wie die Beantragung von Reha-Maßnahmen und die Frage der Kostenübernahme.
„Mehr zum Thema Berufspolitik. Budgetierung. Rolle der KV. Was war, was wird kommen. Welche ambulanten Versorgungsmodelle gibt es (MVZ, Einzelpraxis) Problem: Investoren, die Praxen aufkaufen. Um nur einige Themen anzusprechen.“ (ÄiW 1,17)
„es lohnt sich, sich bereits in der Weiterbildung beim EBM und der Abrechnung auszukennen“ (ÄiW 2,6)

Perspektiven nach der WB

Die teilnehmenden ÄiW gaben an, dass sie vor Beginn der WB gern etwas über die Perspektiven für die Zeit nach der WB gewusst hätten, wobei die Meinungen zu den Inhalten unterschiedlich ausfallen. Einerseits wurde geäußert, dass ÄiW Arbeitsmöglichkeiten ohne Kassenzulassung kennen sollten. Andere blickten positiv auf eine Anstellung im MVZ, während weitere ÄiW die selbstständige Niederlassung lobten.
„Sucht Euch ein ÄRZTLICH GEFÜHRTES MVZ und arbeitet da, mit Gewinnbeteiligung …“ (ÄiW 1,14)
„sich selbst niederlassen lohnt sich“ (ÄiW 2,6)

Weiteres

Die ÄiW gaben darüber hinaus an, dass sie gern vor Beginn der WB gewusst hätten, wie viel Freude hausärztliche Medizin bereitet, dass ÄiW keine Angst vor Wissenslücken haben sollten und wie viel in der Allgemeinmedizin selbst gestaltet werden kann.
„Hausarztmedizin ist die schönste Medizin!!“ (ÄiW 2,6)

Diskussion

Mit der hier vorgestellten Befragung wurden Tipps und Hinweise gesammelt, die ÄiW gern vor der WB gewusst hätten, um besser auf diese und die spätere hausärztliche Tätigkeit vorbereitet zu sein.

Hauptergebnisse

Die Antworten wurden neun Themenbereichen zugeordnet. Die meisten Hinweise betrafen die Organisation der WB, die Anforderungen der WBO und arbeitsrechtliche Aspekte. In diesen Bereichen scheinen besonders viele Hürden wahrgenommen zu werden.
Einige der Hinweise wurden der LÄK und der Berliner KV zur Kommentierung vorgelegt, um prüfen zu lassen, inwieweit die Aussagen den rechtlichen und formalen Rahmenbedingungen der WB entsprechen. Fehlerhafte Aussagen wurden u. a. zur Anrechenbarkeit von kurzen WB-Abschnitten und zur Förderung der WB gemacht.
Zum Teil sind die Aussagen der ÄiW widersprüchlich, z. B. in Bezug auf Empfehlungen zur Planung der Rotationen. Einige ÄiW empfehlen einen ambulanten Einstieg in die WB, andere im stationären Setting. Auch die vielfältigen Aussagen bezüglich (k)einer angestrebten Niederlassung spiegeln die Unterschiedlichkeit der ÄiW wider.
Auffällig ist, dass trotz der sehr offen gestellten Frage, welche Aspekte ÄiW gern vor der WB gewusst hätten, ausschließlich organisatorisch-rechtliche Kommentare gemacht wurden. Medizinisch-fachliche Inhalte wurden nicht benannt.

Informationsdefizit

Unsere Erhebung legt ein wahrgenommenes Informationsdefizit bezüglich organisatorisch-arbeitsrechtlicher Aspekte im Hinblick auf den Berufseinstieg nah. Am Berliner KW gibt es Seminare zu arbeitsrechtlichen Fragen für ÄiW. Auch die LÄK bietet Informationsseminare an. Die Weiterbildungsbefugten werden im Rahmen von Train-the-Trainer-Seminaren der KW [19] und Informationsveranstaltungen der LÄK zu arbeitsrechtlichen Aspekten geschult. Offensichtlich kommen diese Informationen nicht immer bei den ÄiW an bzw. haben die hier an der Befragung teilnehmenden ÄiW derartige Informationsangebote eventuell nicht genutzt oder die Inhalte nicht verinnerlicht. Es wäre sinnvoll, derartige Informationsangebote bereits im Studium anzubieten, um angehenden ÄiW die Möglichkeit zu geben, informiert in die WB zu starten.

Unterstützung der Karriereplanung im Studium

Insbesondere die Vorbereitung auf eine Karriere in der ambulanten Versorgung ist durch das Studium an vielen Standorten kaum gegeben. Es ist bekannt, dass der Umfang der allgemeinmedizinischen Lehre mit der Entscheidung für diese Fachrichtung korreliert [9, 10]. An der Charité – Universitätsmedizin Berlin sind neben einzelnen Lehrveranstaltungen mit ambulant tätigen Dozierenden und außercurricularen Informationsveranstaltungen des Instituts für Allgemeinmedizin die Möglichkeiten zur Erfahrungsweitergabe eingeschränkt.
Ein strukturelles Defizit im Ausbau entsprechender Lehrangebote, die den Einstieg in die WB erleichtern, liegt in der mangelnden, nicht systematisch curricularen Verzahnung von Aus- und WB [11]. Die Autor*innen der KarMed-Studie empfehlen den Einbezug der LÄK in die Ausbildung und im Umkehrschluss auch mehr Aktivität der Universitäten bei der Gestaltung, Unterstützung und Begleitung der WB [20]. Durch die universitäre Anbindung der KW wurden Möglichkeiten zur besseren Verzahnung von Aus- und WB geschaffen. Um Studierende auch zu arbeitsrechtlichen und organisatorischen Aspekten der Karriereplanung zu informieren, bietet das KW Berlin seit 2024 ein Near-Peer-Mentoringprogramm für PJ-Studierende an.

Unterstützung der Karriereplanung in der Weiterbildung

Ein Großteil der ÄiW Allgemeinmedizin startet die WB in der stationären Versorgung [21] bzw. entscheidet sich z. T. erst im Verlauf der stationären Tätigkeit für die Fachrichtung Allgemeinmedizin [22]. Für diese Gruppe sind die Möglichkeiten zur Vernetzung mit ambulanten Akteur*innen eingeschränkter. Daten aus dem KW Baden Württemberg [23] zeigen, dass 50 % der ÄiW Allgemeinmedizin zwischen dem dritten und fünften Weiterbildungsjahr erstmals an den KW-Angeboten teilnahmen und 70 % bei der Ersteinschreibung ambulant tätig waren. Das kann daran liegen, dass eine Freistellung für die Teilnahme am KW-Programm in Klinken schwerer umsetzbar ist. D. h. also, dass Angebote der KW und auch der regionalen JADE-Stammtische die ÄiW meist erst dann erreichen, wenn sie ihre WB in der ambulanten Versorgung fortsetzen. Strukturen wie das KW oder die regionalen JADE-Gruppen ermöglichen eine Vernetzung und persönliche Erfahrungsweitergabe, z. B. im Rahmen der Mentoring-Angebote der KW oder der Stammtische. Häufig sind zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits erste Weiterbildungsabschnitte absolviert und die ÄiW in dieselben „Fallen“ getappt wie Vorgänger*innen-Generationen. Die hier vorgestellte Sammlung von Hinweisen und Tipps zur Gestaltung der WB kann deutschlandweit Studierende mit Interesse an einer allgemeinmedizinischen Karriere bei der Planung ihrer WB unterstützen.
Neben einer solchen Auflistung relevanter Aspekte ist auch der persönliche Austausch und der Aufbau eines Netzwerks zu unterstützen. Studien zeigen positive Effekte auf die Karriereentwicklung durch erfolgreiches Netzwerken wie z. B. eine höhere Job-Zufriedenheit und ein höheres Einkommen [24]. Schwill et al. zeigten, dass das Gefühl der Gruppenzugehörigkeit und die Motivation zur WB durch Vernetzung erhöht werden [25]. Deshalb sind Veranstaltungen zur Karriereplanung und Erfahrungsweitergabe im Studium unersetzlich. Diese Angebote sollten neben der Informationsvermittlung auch eine individuelle Reflexion der Teilnehmenden zu Karrierevorstellungen ermöglichen, um die WB bewusst zu planen.
ÄiW, die ihre WB in einem Verbund absolvieren, sind möglicherweise zufriedener und haben weniger organisatorische und rechtliche Hürden zu nehmen. Sierocinski et al. [26] beschreiben organisatorisch-strukturelle Defizite der WB in Deutschland, die u. a. Einfluss auf die Qualität und Dauer der WB haben. Viele der mit unserer Befragung identifizierten Hürden in der Organisation der WB könnten durch strukturierte Rotationsprogramme im Rahmen von Weiterbildungsverbünden adressiert werden.

Eigenverantwortung der ÄiW stärken

Aus den Aussagen der ÄiW spricht z. T. ein starkes gegenseitiges Empowerment und ein ausgeprägtes berufliches Selbstwertgefühl, was weitergeben wird. So ermutigen die hier beteiligten ÄiW künftige ÄiW, z. B. gute WB sowie ein angemessenes Gehalt, Urlaub und finanzielle Fortbildungsunterstützung von den Weiterbildenden einzufordern. Gleichzeitig appellieren die ÄiW auch an die Eigenverantwortung der künftigen ÄiW und empfehlen ihnen, sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen vertraut zu machen. Dreher et al. [27] identifizierten nicht intendierte Effekte der KW-Förderung. Durch die entstandenen Strukturen zur Unterstützung der WB wie z. B. die KW, deren Angebote als positiv und entlastend wahrgenommen werden, ist gleichzeitig weniger Selbstorganisation der ÄiW bei der Planung der WB nötig. Die Balance zwischen Eigenverantwortung für die Karriere und Unterstützung durch Institutionen und Förderungen ist ein relevanter Aspekt für die Zukunft des hausärztlichen Nachwuchses. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Berliner WBO im Vergleich zu den WBO anderer Kammerbezirke mehr Rotationen und damit verbundene Stellenwechsel von ÄiW Allgemeinmedizin vorsieht, sodass bei der hier befragten ÄiW-Gruppe mehr Eigenverantwortung bei der Stellensuche erforderlich ist.

Stärken und Schwächen

Mit dem hier vorgestellten Vorgehen konnten Daten mit wenig Aufwand und sehr pragmatisch erhoben werden. Limitierend muss angemerkt werden, dass an der Befragung ggf. eine selektive Gruppe von ÄiW teilgenommen hat. Es ist nicht bekannt, in welchem Weiterbildungsstand sich die Teilnehmenden befanden und welche Erfahrungen sie mitbrachten. Einige Aussagen waren fehlerhaft, was darauf schließen lässt, dass die ÄiW die vorhandenen Informationsveranstaltungen z. B. der LÄK nicht kennen, nicht besuchen oder die vermittelten Informationen nicht verstehen oder erinnern. Die KV Berlin gab zu einzelnen Aussagen in den Daten die Rückmeldung, dass diese fehlerhaft seien. Diese wurden aus den Ergebnissen entfernt, um keine Falschinformationen zu verbreiten.
Mit dieser Studie wurde eine Lücke geschlossen: Erstmalig wurden bei einer großen Gruppe von ÄiW Tipps und Hinweise für die Organisation der allgemeinmedizinischen WB gesammelt, die Studierenden vor dem Einstieg in die WB zur Verfügung gestellt werden können. Die Ergebnisse ergänzen vorhandene Checklisten wie z. B. der JADE [28] um die persönlichen Erfahrungen von ÄiW.

Fazit für die Praxis

  • Konkrete Tipps von ÄiW zur Planung und Vorbereitung einer Karriere in der Allgemeinmedizin können an interessierte Studierende weitergegeben werden.
  • Es besteht ein Bedarf an Faktenwissen zu organisatorischen und rechtlichen Aspekten der Weiterbildungsplanung.
  • Neben der Informationsweitergabe an ÄiW können auch Weiterbildungsbefugte im Rahmen von Train-the-Trainer-Programmen intensiver geschult werden, damit sie ihrer Fürsorgepflicht als Arbeitgeber gerecht werden können.
  • Dabei bleibt es wichtig, auch die Eigenverantwortung der ÄiW für eine gelungene WB zu stärken.

Danksagung

Wir danken allen Ärzt*innen in Weiterbildung des Kompetenzzentrums Weiterbildung Berlin, die an der Befragung teilgenommen und ihre Erfahrungen geteilt haben. Wir danken außerdem den PJ-Studierenden in unserem PJ-Mentoringprogramm, die den Impuls zu dieser Arbeit gegeben haben. Wir danken Nathalie Keil von der KV Berlin für die Kommentierung einzelner Aussagen.

Förderung

Dieser Beitrag hat keine Förderung erhalten.

Einhaltung ethischer Richtlinien

Interessenkonflikt

U. Sonntag und K. Toutaoui geben an, dass kein Interessenkonflikt besteht.
Für diesen Beitrag wurden von den Autor/-innen keine Studien an Menschen oder Tieren durchgeführt. Für die aufgeführten Studien gelten die jeweils dort angegebenen ethischen Richtlinien.
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Hinweis des Verlags

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Titel
Was hätte ich gern vor der Weiterbildung gewusst?
Tipps von Ärzt*innen in Weiterbildung Allgemeinmedizin für Studierende
Verfasst von
Dr. phil. Ulrike Sonntag
Kahina Toutaoui
Publikationsdatum
12.01.2026
Verlag
Springer Medizin
Erschienen in
Zeitschrift für Allgemeinmedizin
Print ISSN: 1433-6251
Elektronische ISSN: 1439-9229
DOI
https://doi.org/10.1007/s44266-025-00493-9
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