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15.05.2020 | Onlineartikel

Was hat ein Nobelpreis mit Demenz zu tun?

In Deutschland leiden rund 1,7 Millionen Menschen an Demenz, davon zwei Drittel aufgrund von Morbus Alzheimer. Im Jahr 2050 werden es geschätzt schon drei Millionen sein. Doch sind Demenzerkrankungen bisher nicht heilbar und die erhofften Erfolge mit Anti-Amyloid-Wirkstoffen in der Therapie von Alzheimer-Demenz blieben bislang aus [1, 2].

Spätestens mit der Verleihung des Nobelpreises für Medizin 2016 rückte die Autophagie zur Vorbeugung altersbedingter Erkrankungen mehr und mehr in den Fokus der Forschung [3]. Bei diesem intrazellulären Selbstreinigungsprozess werden beschädigte und dysfunktionale Zellbestandteile abgebaut und deren Grundbausteine wiederverwertet oder zur Energiegewinnung verwendet [3-5]. So können sogar zellschädigende Proteinaggregate, die charakteristisch sind für neurodegenerative Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, entfernt werden [3]. Stimuliert wird der Autophagieprozess unter anderem durch niedrige zelluläre Energielevel oder eine geringe Nährstoffzufuhr [3, 5]. Daher stellt die Kalorienrestriktion durch Fasten einen möglichen Weg dar, den Selbstreinigungsprozess der Zelle anzukurbeln [6, 7]. Als weitere Induktoren werden seit neuestem natürliche Substanzen wie das körpereigene Polyamin Spermidin intensiv erforscht. Spermidin gehört zu den sogenannten „Caloric Restriction Mimetics“, die bestimmte Effekte der Kalorienrestriktion nachahmen können, unter anderem das Auslösen der Autophagie [8-10]. Erste vielversprechende Ergebnisse zu den Effekten von Spermidin auf die Gedächtnisfunktion bei Personen mit Demenzrisiko lieferte die randomisierte placebokontrollierte „preSmartAge“-Studie der Charité Berlin. Bereits nach dreimonatiger Supplementation mit Spermidin in Kapselform zeigten die Probanden eine moderate Verbesserung der Gedächtnisleistung [11].

Der Effekt einer täglichen Spermidingabe bei Personen, die eine Risikogruppe für die spätere Entwicklung einer Demenz darstellen, wird daher in der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Folgestudie „SmartAge“ mit einem größeren Probandenkollektiv und einer verlängerten Studiendauer weiterführend untersucht. Die Ergebnisse werden im Herbst 2020 erwartet.

Lesen Sie mehr zum Nahrungsergänzungsmittel spermidineLIFE, das in der preSmartAge-Studie eingesetzt wurde.

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Registergericht: Darmstadt Dot HRB 24623
USt.-IdNr.: DE 172949642
Verantwortlich für den Inhalt: Dr. Markus Rudolph


Literatur

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