Was leistet die neoadjuvante Therapie des Melanoms?
- 21.07.2025
- Online-Artikel
Im Gegensatz zur adjuvanten Therapie, die nach der Operation erfolgt, bietet die neoadjuvante Therapie des Melanoms die Möglichkeit, das Ansprechen auf die Behandlung klinisch, radiologisch und pathologisch zu bewerten.
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Die neoadjuvante Therapie des Melanoms ist eine vielversprechende Alternative zur traditionellen Behandlung. Diese Therapieform wird vor der operativen Entfernung des Tumors angewandt, um das Immunsystem zu stimulieren und die Tumormasse zu reduzieren. Dies kann das Operationsausmaß verkleinern und die Chancen auf eine vollständige Resektion erhöhen.
Vorteile der neoadjuvanten Therapie
Wie in der Zeitschrift Die Dermatologie (Ausgabe 6/2025) berichtet, ist ein zentraler Vorteil der neoadjuvanten Therapie die Verbesserung der Resektabilität und eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine vollständige Tumorentfernung. Dies wird als "Downstaging" bezeichnet. Zudem ermöglicht diese Therapieform die Untersuchung von Biomarkern und Resistenzmechanismen, was für die Entwicklung personalisierter Therapieansätze von Bedeutung ist. Allerdings besteht auch das Risiko, dass sich der Zustand des Patienten während der Therapie verschlechtert und der Tumor in ein nicht operables Stadium übergeht.
Vielversprechende Ergebnisse, aber bislang keine Zulassung
Die neoadjuvante Therapie mit Immuncheckpointinhibitoren (ICI) zeigt vielversprechende Ergebnisse. Studien wie die OpACIN-neo- und die NADINA-Studie haben gezeigt, dass diese Therapieform das rezidivfreie Überleben (RFS) signifikant verbessern kann. Besonders die "flip dose"-Strategie, bei der die Dosierungen von Ipilimumab und Nivolumab variiert werden, hat sich als effektiv erwiesen. Diese Strategie führte zu hohen Ansprechraten bei vergleichsweise geringer Toxizität, was sie zu einem Kandidaten für weitere klinische Studien macht.
Trotz der vielversprechenden Ergebnisse ist die neoadjuvante Therapie in Deutschland bisher nicht zugelassen und wird nicht regulär von den Krankenkassen erstattet. Dennoch wird sie in einigen Hauttumorzentren bereits in der klinischen Praxis angewendet, insbesondere wenn sie kostenneutral durchgeführt werden kann. Intraläsionale Therapien, wie das Zytokin-Fusionsmolekül Daromun, das derzeit auf eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) wartet, sind ebenfalls eine vielversprechende Option.
Fazit
Die neoadjuvante Therapie des Melanoms ab Stadium IIIB ist eine aussichtsreiche Therapiealternative. Das pathologische Ansprechen dient als exzellenter prognostischer Marker für den Therapieerfolg. Die neoadjuvante Therapie mit ICI bietet eine bessere Perspektive als zielgerichtete Therapien mit BRAF/MEK-Inhibitoren. Die klinische Praxis in Deutschland zeigt, dass trotz fehlender Zulassung und Kostenerstattung neoadjuvante Therapien in Einzelfällen angewandt werden, insbesondere wenn sie im Rahmen von Studien oder als "compassionate use" verfügbar sind.
Dieser Text ist eine KI generierte Zusammenfassung, die von Springer Medizin erstellt, geprüft und nachbearbeitet wurde.
Quelle: Mengoni M et al. Neoadjuvante Therapie des Melanoms. Dermatologie 2025;76:345-53
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